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Reiner Engelmann Der Fotograf von Auschwitz

Beim Besuch mit einer Schulklasse im KZ Auschwitz lernte der Sozialpädagoge Reiner Engelmann den Auschwitz-Überlebenden Wilhelm Brasse kennen. Dessen Geschichte erzählt Engelmann jetzt in seinem Buch "Der Fotograf von Auschwitz".

Stand: 26.02.2015

Wilhelm Brasse (im Jahr 2009) mit Fotografien aus Auschwitz | Bild: RBB

Wilhelm Brasse war selbst Häftling in Auschwitz. Und er hat dort die Neuankömmlinge fotografieren müssen. Bilder, die er vernichten sollte, als die Befreiung des Konzentrationslagers durch die Rote Armee abzusehen war. Aber Wilhelm Brasse konnte sie vor der Zerstörung bewahren.

Sein Vater war Österreicher, seine Mutter Polin. Wilhelm Brasse wollte nicht zur Wehrmacht - also wurde er festgenommen und im Alter von 23 Jahren nach Auschwitz deportiert. Der gelernte Fotograf musste dann dort die Häftlinge fotografieren. Er schätzt, dass er etwa 70.000 Fotos gemacht hat.

Reiner Engelmann

Brasse hat Auschwitz und das NS-Regime überlebt. Einige Jahre, bevor er gestorben ist, ist er nochmal nach Auschwitz zurückgekehrt und hat dort Schulklassen von seinen Erfahrungen berichtet. So hat ihn der Sozialpädagoge und Autor Reiner Engelmann kennengelernt, der mit einer Schulklasse dort war.

Wilhelm Brasse ist 2012 gestorben. Reiner Engelmann hat seine Geschichte jetzt aufgeschrieben.

Das Buch

Reiner Engelmann
Der Fotograf von Auschwitz
Das Leben des Wilhelm Brasse
cbj Verlag
14,99 Euro


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