BR Fernsehen - Lebenslinien


16

Lebenslinien - Ermorderter Modezar, unvergessene Kultfigur Rudolph Moshammer - Was vom Traum geblieben ist

Rudolph Moshammer, 2005 ermordeter "Modezar“, ist längst nicht vergessen: In einem Fernsehfilm ist er die Hauptfigur, die Boulevardpresse vermisst ihn als Kultfigur, und die Verkäufer der Straßenzeitung "BISS“ verehren ihn weiterhin für sein Engagement.

Stand: 06.08.2018

Knapp 15 Jahre nach seinem erschütternden Tod ist Rudolph Moshammer als "Der große Rudolph“ Thema eines Fernsehfilms im Ersten, und die Mitarbeiter und Verkäufer der Obdachlosen-Zeitung "BISS" verehren ihn noch immer für seine Unterstützung, die auch heute noch aus einer Stiftung fließt.

Filminfo

Originalitel: Rudolph Moshammer - Was vom Traum geblieben ist (D, 2018)
Regie: Steffi Illinger
Redaktion: Christian Baudissin
Länge: 45 Minuten
VT-UT, 16:9, stereo

Lebenslinien erzählen die Geschichte des Modemachers und Herrenausstatters Rudolph Moshammer (1940 bis 2005) mit zum Teil unveröffentlichtem Material. Erstmals spricht er darin über seine Beziehungen zu Männern und Frauen.

Als eine Art "Kini-Ersatz“ stand er häufig im Mittelpunkt der Münchner Schickeria, meist in Begleitung seiner Mutter Else als "Frau an seiner Seite“.

Rudolph Moshammer und Hildegard Denninger, Leiterin der Zeitschrift BISS.

Weniger bekannt ist die Geschichte seines Vaters, der seine Stellung als gehobener Versicherungsangestellter verlor, schließlich alkoholkrank und einsam starb.

Dieses Familientrauma motivierte Rudolph Moshammer zu seinem Engagement für Münchner Obdachlose, das einen skurrilen Höhepunkt erreichte, als er mit dem Lied „Teilt Freud und Leid“ in der Vorrunde des Eurovision Song Contest 2001 scheiterte, … und letztlich dennoch glaubhaft blieb.


16