BR Fernsehen - Lebenslinien


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Lebenslinien - Vom Schauspieler zum Gründer von "Menschen für Menschen" Die Farbe des Herzens - Der Weg des Karlheinz Böhm

Am 16. Mai 1981 schreibt ein Mann Fernsehgeschichte und startet zugleich eine bis dahin nicht gekannte humanitäre Hilfsaktion. Mit Karlheinz Böhms Appell in "Wetten, dass..?" schlägt die Geburtsstunde von "Menschen für Menschen". In 30 Jahren sammelt Böhm über 400 Millionen Euro an Spenden und gründet in Äthiopien viele Projekte, die Millionen Menschen vor dem Verhungern retten und sie vor allem befähigen, sich selbst zu helfen.

Stand: 25.12.2020

"Einfach zu quatschen über Ungerechtigkeit, über gewisse Dinge, die man erlebt auf dem gemeinsamen Planeten, das nützt ja keinem ..." Vor dieser Einsicht des Karlheinz Böhm stehen eine privilegierte Kindheit, einsame Internatsjahre in der Schweiz, eine karge Nachkriegszeit mit Eltern, die sehr mit sich selbst beschäftigt sind.  

Filminfo

Originalitel: Die Farbe des Herzens - Der Weg des Karlheinz Böhm (D, 2008)
Regie: Franz Deubzer
Redaktion: Christian Baudissin
Länge: 45 Minuten

Mit 15 will er ein "großer Pianist" werden, um es dem weltberühmten Vater, dem Dirigenten Karl Böhm, gleichzutun. Doch er wird Schauspieler und geht bald als "Kaiser Franz-Josef" neben "Sissi", Romy Schneider, in die Filmgeschichte ein. Anspruchsvolle Charakterrollen, nach denen er sich sehnt, bekommt er jedoch selten. Darüber wird er immer unglücklicher und auch diejenigen, die ihm nahe stehen, leiden darunter.

Karlheinz Böhm mit seiner Frau Almaz

Erst als er mit über 50 Jahren in ein äthiopisches Flüchtlingslager kommt, findet er seine Berufung. Angesichts des Leidens der Ärmsten der Armen gründet er die Stiftung "Menschen für Menschen", für die sein Herz bis zum Ende schlägt.


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