BR Fernsehen - Lebenslinien


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Lebenslinien - Star der Kleinkunstszene trotzt Parkinson Fredl Fesl: I bin wia i bin

Am 7. Juli 2017 ist der niederbayerische Musiker Fredl Fesl 70 Jahre alt geworden. Mitte der 70er-Jahre: Fredl Fesl mogelt sich bei Konzerten stets in die Münchner Musik-Kneipe Song Parnass. Mit einer Gitarre auf dem Rücken hält man ihn für einen Musiker. Als eines Abends ein Auftritt ausfällt, bittet ihn der Wirt, einzuspringen. Mit seiner schräg-komischen Art gewinnt Fredl die Gäste im Handumdrehen.

Stand: 07.07.2020

Er bleibt nicht lange ein Geheimtipp: Fredl Fesl, der Mann aus Grafenau im Bayerischen Wald, wird als eigensinniger Barde schnell zum Star in der Kleinkunstszene und Vorreiter des bayerischen Musikkabaretts. Nie lässt sich der gelernte Kunstschmied und Ex-Gewichtheber für fremde Interessen einspannen:

"Mich muss man nicht machen, i bin so wia i bin."

(Fredl Fesl)

Filminfo

Originalitel: Fredl Fesl: I bin wia i bin (D, 2003, Update 2014)
Regie: Tom Fleckenstein
Redaktion: Christian Baudissin
Läge: 45 Minuten
VT-UT, stereo

Sein ganzes Leben kennzeichnet, dass er sich nicht verbiegen lässt – nicht von den Eltern, nicht in der Schulzeit, die mit einem Rausschmiss endet.

Genauso wenig in seiner Lehrzeit als Kunstschmied, noch während des Wehrdienstes, wo er bald zum hintergründigen Spaßvogel bei der Gebirgstruppe wird.

Und genauso wenig steigen ihm die Bühnenerfolge zu Kopf.

Fredl Fesl und seine Lebensgefährtin Monika F.

Dann wird bei Fredl Fesl die Parkinson'sche Krankheit diagnostiziert. Beim Gitarrespielen machen die Finger auf einmal nicht mehr das, was er will.

Medikamente verlangsamen das Fortschreiten der Krankheit und er macht noch einige Jahre weiter – seinem Publikum zuliebe.

Inzwischen hat er sich auf seinen Bauernhof zurückgezogen. Aber er verfällt nicht in Selbstmitleid, denn auch von der Krankheit lässt sich Fredl Fesl nicht verbiegen. Ein sogenannter "Hirnschrittmacher" erlaubt ihm, relativ uneingeschränkt am Leben teilzunehmen.


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