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Preußischer Pallasch Hieb- und stichfestes Original

Dass dieser preußische Pallasch von 1732, hergestellt in Potsdam unter dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I, noch im Originalzustand erhalten ist, macht ihn für Sammler besonders begehrenswert.

Stand: 15.01.2014 | Archiv

Einen solchen Pallasch, also ein Säbel mit gerader Klinge, führte ein Dragoner. Dieses Modell von 1732 mit dem markanten preußischen Adlerkopf wurde unter König Friedrich Wilhelm I. eingeführt, dem so genannten Soldatenkönig, der bis zu seinem Tod 1740 regierte. Pallasche wurden aber noch weit über 1800 hinaus getragen. Ab 1797 war es üblich, ihre ursprünglich zweischneidigen Klingen zu Rückenklingen umzuarbeiten, also die obere Schneide flach zu schleifen.

Doch dieser 1732er Pallasch ist unberührt im Originalzustand erhalten. Auch sein Daumenring ist noch nicht gebrochen wie so oft. Nur die Griffwicklung, also die Schnur-, Leder- und Messingsdrahtummantelung des Griffs fehlt. Wenn auch etwas verputzt, lässt sich ein stilisierter preußischer Adler auf der Klinge, knapp oberhalb des Griffs erkennen. Preußen gehörte zu den ersten Ländern, die ihre Waffen gemarkt haben. Auch die eingeprägte Marke der Potsdamer Waffenschmiede zeugt von der Echtheit dieser Waffe - bei beachtlichen 80 Prozent Fälschungen auf dem Markt ein echtes Sammlerstück.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: 3.500 bis 5.000 Euro
  • Datierung: 1732
  • Herkunft: Potsdam
  • Sendung vom 18. Januar 2014

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