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Ankleidepuppe Um 1892, von unbekannten Künstler

Die Puppe aus Papier stellt Kaiserin Auguste Viktoria, die Frau von Kaiser Wilhelm II., dar. Ankleidepuppen hatten bereits im 18. Jahrhundert eine große Bedeutung, da die Pariser Mode in der ganzen Welt bekannt werden sollte.

Stand: 04.08.2009 | Archiv

Ankleidepuppe | Bild: BR

Die Puppe aus Papier stellt Kaiserin Auguste Viktoria, die Frau von Kaiser Wilhelm II., dar. Darüber hinaus kann man dem Kaiser, den sechs Söhnen des Paares, sowie einer Magd und einem Lakaien verschiedene Papierkleider anziehen.

Zu den Anziehpuppen gehört eine Mappe mit kleinen beschrifteten Kuverts, in denen die einzelnen Kleidungsstücke aufbewahrt wurden. Darunter finden sich zum Beispiel das Spielzeug der Prinzen, die Helme des Kaisers und die Hüte der Kaiserin.

Ankleidepuppen hatten bereits im 18. Jahrhundert eine große Bedeutung, da die Pariser Mode in der ganzen Welt bekannt werden sollte. Man konnte die neueste Mode ausschneiden und probieren, was zusammen passt. Auch Kinder hat man damit spielen lassen, um sie früh für Mode zu begeistern.

Da die meisten Anziehbilder von der jetzigen Besitzerin auf einen Karton aufgeklebt wurden, ist der Wert des Ensembles gesunken.

Fakten:

  • geschätzter Wert: ca. 200 Euro
  • Herkunft/Datierung: 1892
  • Sendung vom 03. Januar 2009

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