BR Fernsehen - Kunst + Krempel


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Filmprojektor Großes Kino für die Kleinen

Ein Filmprojektor für Kinder im Mini-Format: der 'Noris Kadett' aus den 1930er Jahren. Mit technisch hoch entwickelten Filmen, natürlich 'pädagogisch wertvoll'.

Stand: 01.02.2012 | Archiv

Etwa 50 Jahre, nachdem die Bilder laufen lernten, zogen sie in die Kinderstuben ein: Das 'Lustige Autorennen', oder 'Wenn man zu spät aufsteht', ein pädagogisch wertvoller Film, sorgten in den 1930er Jahren dafür, dass auch die Kinder der Magie des neuen Massenmediums erlagen. Die Nürnberger Projektorfirma Ernst Plank lieferte zusammen mit ihren Projektoren auch gleich die Filme: eine Erfindung der Firma 'Kalle' mit dem Namen 'Ozaphan'.

Ihr Filmmaterial war sehr viel dünner als das herkömmliche Celluloid, so dass nun doppelt so viel Film auf die Spule ging. Und es war weniger brandgefährdet, daher der Begriff 'Sicherheitsfilm' auf der Verpackung. Mit den Filmprojektoren begann für die Firma Ernst Plank eine Entwicklung, die ihre Blütezeit sogar erst in den 1960er und 1970er Jahren hatte. Der Markenname verweist auf die Nymphe 'Noris', die mythologische Verkörperung der Stadt Nürnberg, Sitz der Firma.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: 300 bis 400 Euro
  • Herkunft/ Datierung: Nürnberg, 1930er Jahre
  • Hersteller: Ernst Plank
  • Sendung vom 4. Februar 2012

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