BR Fernsehen - Kunst + Krempel


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Gnadenpfennig Einer gottergebenen Herrscherin

Goldener Anhänger mit dem gekrönten Initial der Herzogin Elisabeth zu Braunschweig-Lüneburg. Das Medaillon ist ein sogenannter "Gnadenpfennig" - eine Porträtmedaillen, die von der Renaissance bis ins 17. Jahrhundert als Zeichen großer Wertschätzung von Herrschern an verdiente Personen vergeben wurden.

Stand: 24.02.2011 | Archiv

Sie gelten als Vorläufer der Orden und werden in alten Schriften auch als "Kleinod" bezeichnet. Dieser Anhänger ist aus Gold, einer Lötstelle am unteren Ende ist zu entnehmen, dass dort einst ein Goldtropfen oder eine Perle gehangen haben muss. Auf dem Gnadenpfennig ist Herzogin Elisabeth zu Braunschweig-Lüneburg mit breitem Mühlsteinkragen abgebildet. Sie wird als „Reformationsfürstin“ bezeichnet, weil sie den Protestantismus in ihrem Herzogtum einführte.

Der Anhänger trägt die Inschrift "HZS" für "Herzogin zu Sachsen" und "GZBVL" für "Gräfin zu Braunschweig und Lüneburg". Rückseitig ist ihre Chiffre unter einer Krone zu sehen, allerdings ist dies nicht die Herzogskrone, sondern die Krone des ewigen Lebens. Umrandet wird diese von ihrer Devise: "Nichts ohn Ursach, alles mit Gott". Der Anhänger stammt aus dem Jahr 1625 und muss damit ein Geschenk an einen verdienten Protestanten gewesen sein, der im Geiste der Herzogin handelte, denn sie starb bereits 1558. Der Gnadenpfennig ist eine seltene und gesuchte Rarität, die Sammlerherzen höher schlagen lässt.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: ab 6.000 Euro
  • Herkunft/Datierung: Deutschland, um 1835
  • Sendung vom 26. Februar 2011

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