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Parfumflakon Zu schade für die Handtasche

Dieser an Leuchtkörper des Art déco erinnernde Taschenflakon aus dem Jahre 1925 wurde von Fernand Chardon entworfen und möglicherweise vom berühmten Pariser Glas- und Schmuckhersteller Lalique gefertigt.

Stand: 04.09.2013 | Archiv

Die Form dieses in Gelb- und Weißgold, vielleicht auch Platin gefassten Flakons ähnelt den schlanken, facettierten Beleuchtungskörpern des Art déco. Typisch für die Zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts ist auch der Ring aus geschliffenem und poliertem Onyx, der, kombiniert mit einer zinnenförmigen Weißgoldfassung und eingearbeiteten kleinen Diamanten, das zierliche Gefäß nach oben abschließt. Sowohl der Stöpsel wie auch der Flakonkörper selbst sind aus Bergkristall gearbeitet.

Eigentlich war dieser Flakon als kostbares Taschenaccessoire gedacht und nicht als Brosche. Die Nadel ist später angebracht worden, um dieses schöne Objekt öfter zur Geltung kommen zu lassen. Geschliffen ist es wie ein Objekt von Lalique – aber stammt es wirklich von diesem berühmten Pariser Glas- und Schmuckhersteller? Eine Punze fehlt. In der Familie ist jedoch überliefert, dass dieser Flakon von Fernand Chardon entworfen wurde, der sowohl für den Pariser Nobeljuwelier Boucheron, als auch für Lalique entworfen hat.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: 3.000 bis 5.000 Euro
  • Datierung: 1925
  • Herkunft: Paris
  • Hersteller: Lalique (?)
  • Sendung vom 14. September 2013

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