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Sammeltasse Weißes Gold, ganz bunt

Tasse und Untertasse stammen aus der Graf Thun'schen Porzellanfabrik im böhmischen Klösterle an der Eger. Sie wurden 1842 gefertigt und sind museale Vorzeigeobjekte böhmischen Porzellans.

Stand: 10.03.2013 | Archiv

Dieses Sammelobjekt aus Tasse und Untertasse stammt aus der böhmischen Porzellanfabrik von Graf Thun, der sein Haus am Ende des 18. Jahrhunderts im böhmischen Klösterle an der Eger gegründet hatte. Woran allerdings das aufgemalte Datum "9. März 1842" erinnern soll, ist nicht bekannt.

An beiden Objekten sticht die üppige Dekoration ins Auge: das reiche Reliefwerk mit Eichenblättern und Muscheln auf der Untertasse ist auf einen Fond mit einem Farbverlauf von Weiß zu Purpur gesetzt. Darüber hinaus geben kleine, aufgeschmolzene Reliefgoldgirlanden der klassizistischen Rosette in der Mitte der Untertasse einen dekorativen Rahmen. Die Girlanden wurden in der Technik der Emaillekunst des 18. Jahrhunderts gefertigt.

Auffällig an der Tasse sind ihre Beinchen, die in Laubblättern enden. Beide gut erhaltenen Objekte zeigen nahezu alles an Technik, was man Mitte des 19. Jahrhunderts, genauer im Jahre 1842, in der Porzellanfertigung konnte und wollte. Für den Gebrauch sind beide Objekte viel zu schade: sie besitzen musealen Rang und sind Vorzeigebeispiele böhmischen Porzellans jener Zeit.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: 500 bis 800 Euro
  • Datierung: 1842
  • Herkunft: Klösterle an der Eger (Böhmen)
  • Hersteller: Graf Thun'sche Porzellanfabrik
  • Sendung vom 9. März 2013

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