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Oboe Um 1910 aus Deutschland

Eine "Musette"-Oboe, deren Ursprung im 17. Jahrhundert liegt, als Dudelsäcke für den höfischen Geschmack verfeinert wurden.Die vorliegende Oboe ist eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Musette.

Stand: 04.08.2009 | Archiv

Oboe | Bild: BR

Eine "Musette"-Oboe, deren Ursprung im 17. Jahrhundert liegt, als Dudelsäcke für den höfischen Geschmack verfeinert wurden. Die Musette hatte ursprünglich zwei Spielpfeifen, auf denen man die gängige Musikliteratur der Zeit spielen konnte.

Die vorliegende Oboe ist eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Musette, ohne Blasebalg, aber mit Melodiepfeife. Im Ton liegt sie eine Quint höher als andere Oboen und nimmt damit die Tonlage eines Dudelsackes ein. An den Klappen des Instrumentes ist zu erkennen, dass es um 1910 gebaut wurde. Die einfache Verarbeitung des Instruments lässt den Schluss zu, dass es weniger künstlerisch, denn in der ländlichen Unterhaltungsmusik genutzt wurde.

Fakten:

  • geschätzter Wert: 100 bis 150 Euro
  • Herkunft/Datierung: Deutschland um 1910
  • Sendung vom 14. Februar 2009

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