BR Fernsehen - Kunst + Krempel


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Heckel-Posaune Unüberhörbar sächsisch

Laut und kräftig: so müssen Posaunen klingen und diese von der Firma F.A. Heckel, um 1935 in Dresden gebaut, ist noch lauter und noch kräftiger als andere.

Stand: 28.04.2012 | Archiv

Denn es ist eine sächsische Posaune. Nicht nur die Eichenblattgravur ist typisch für Sachsen, auch der Kranz aus Neusilber, der so genannte 'Heckelkranz' weist in die Hauptstadt des Freistaates, nach Dresden. Ein weiteres Charakteristikum der Heckel-Posaunen ist seit 1840 die breite Mensur, also das im Durchmesser recht weite Schallstück. Diese Besonderheit sorgt für einen lauten und kräftigen Ton: eben typisch sächsisch.

Wie der Vater Friedrich Alwin, so war auch der Sohn Theodor Heckel ein hervorragender Instrumentenbauer. Diese Posaune ist für Konzerte nach wie vor geeignet und trotz ihrer Größe unerwartet leicht. Das sorgt für eine gute Resonanz, da das Instrument quasi mitschwingen kann und sich Obertöne des Materials in den Klang mit einmischen. Ein Dachbodenfund, dessen Rettung sich gelohnt hat: nach der Restaurierung zeigt sich die Posaune wieder in glänzendem Zustand.

Fakten:

  • Wert: 1.500 bis 2.500 Euro
  • Datierung: um 1935
  • Herkunft: Dresden
  • Hersteller: Firma F.A. Heckel
  • Sendung vom 28. April 2012

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