BR Fernsehen - Kunst + Krempel


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Guckkastenbilder Neue Welten entdecken

Zwei kolorierte Drucke mit Stadtszenen. Sie wurden von dem Augsburger Verleger Georg Balthasar Probst vervielfältigt und dienten einst dazu, die Neugierde der Menschen nach fremden Orten zu befriedigen.

Stand: 29.04.2011 | Archiv

Sie werden "Guckkastenbilder" oder italienisch "nuovo mondo" ("neue Welt") genannt, weil sie für Schaukästen aus Holz mit einem Loch in der Mitte geschaffen wurden, durch das man sie mit Hilfe von Linse, Spiegel und Beleuchtung auf besonders spektakuläre Weise betrachten konnte.

So wurden zum Beispiel sämtliche Fenster der Gebäude ausgeschnitten, um die Räume mit dem künstlichen Licht des Guckkastens beleuchtet und belebt wirken zu lassen. Die besondere Verwendung dieser Grafiken in Guckkästen erklärt auch, warum die jeweiligen Beschriftungen der Blätter seitenverkehrt aufgetragen sind - nur so konnten sie gelesen werden.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: 300 Euro (pro Stück)
  • Herkunft/Datierung: Augsburg, 18. Jahrhundert
  • Verleger: Georg Balthasar Probst
  • Sendung vom 30. April 2011

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