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Buch Ludwig XIII. Im Namen des Vaters

Der französische König Ludwig XIV. beauftragte 1649 den Kupferstecher Jean Valdor in Paris, diese Lobpreisung seines Vaters Ludwigs XIII. zwischen zwei prächtige Buchdeckel zu packen.

Stand: 22.09.2013 | Archiv

Dieser Prachtband leitete im 17. Jahrhundert eine neue Art des Herrscherlobs ein und diente zugleich der Propaganda für die französische Nation und ihr Herrscherhaus. "Les Triomphes de Louis Treize" ist im Jahre 1649, als der Gepriesene, Ludwig XIII., schon sechs Jahre tot war.

Der König sollte hier nicht mehr mythologisiert werden, wie es bei Franz I. geschehen war, der als Herkules dargestellt wurde. Vielmehr wurde Ludwig XIII. in diesem Buch als historische Persönlichkeit dargestellt, die zugleich überirdische Züge trägt.

Indem er den Vater erhöhte und dessen politisches Leben detailreich zu einem einzigen Triumph glorifizierte, legitimierte der Sohn, Ludwig XIV., seine eigene Herrschaft. Mit diesem Werk rechtfertigte er die Macht der Bourbonen und damit vor allem auch sein eigenes absolutistisches Herrschertum.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: 3.000 bis 3.500 Euro
  • Datierung: 1649
  • Herkunft: Paris
  • Künstler: Jean Valdor
  • Auftraggeber: Ludwig XIV.
  • Sendung vom 28. September 2013

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