BR Fernsehen - Kunst + Krempel


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Spanischer Teller Maurisch-europäische Liaison

Wertvoller Zierteller mit Bemalungen im maurischen Stil, deren Glasur einen besonders schön schillernde Oberfläche hat. Er ist mit Blattwerk, Ornamenten und lombardischen Druckbuchstaben verziert. Seit dem 15. Jahrhundert sind Teller wie diese in Europa bekannt.

Stand: 12.08.2010 | Archiv

Wertvoller Zierteller mit Bemalungen im maurischen Stil, deren Glasur einen besonders schönen schillernden Glanz hat. Dieser Effekt wird durch Metalloxide in der Glasur erreicht. Seit dem 15. Jahrhundert sind Teller wie diese von Spanien ausgehend in Europa bekannt, auch die italienische Keramik wurde davon nachhaltig geprägt. So leitet sich die italienische Bezeichnung „Majolika“ für diese Art der Keramik von der Insel "Majorca" (Mallorca) ab, über deren Hafen seit dem Spätmittelalter spanisch-maurische Tonwaren nach Italien gelangten. Ursprünglich wurden für den Glanz feine Goldpartikel verwendet, ab dem 17. Jahrhundert Kupferstaub. Der Teller ist mit Blattwerk, Ornamenten und lombardischen Druckbuchstaben verziert, was zusammen mit dem kupferartigen Glanz darauf hinweist, dass er im 17. Jahrhundert in der Gegend um Valencia entstanden sein muss.

Fakten:

  • geschätzter Wert: ca. 10.000 Euro
  • Herkunft/Datierung: Valencia, 17. Jahrhundert
  • Sendung vom 14. August 2010

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