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Lübeck Alles im Fluss

Wie es die französischen Impressionisten vorgemacht hatten, so suchte auch der Tscheche Paul Kutscha um 1910 mit seiner Lübeck-Ansicht den flüchtigen Augenblick fest zu halten.

Stand: 12.08.2013 | Archiv

Denn darum ging es den Impressionisten: die Flüchtigkeit der Welt im Widerschein von Licht und Schatten, Verharren und Bewegung, Sein und Schein fest zu halten. Wasser, Wolken, Bäume und Menschen, alles, was in Bewegung ist, waren ihre bevorzugten Motive, die Veränderung ihr Thema.

Die Lübeckansicht des Tschechen Paul Kutscha (1872 bis 1935) zählt zu dieser europäischen Malerei um 1900, einem eleganten Impressionismus, wie er um die Zeit in allen lokalen Schulen gelehrt wurde. Ab 1891 hatte Kutscha an der Münchner Akademie der Bildenden Künste bei Gabriel von Hackl studiert und wird daher auch zur 'Münchner Schule' gerechnet.

Wenn er auch nicht zur allerersten Garde der Impressionisten zählt: Lübecks nördlichen, wolkenverhangenen Himmel, das fahle Licht, die Menschen auf der Brücke und das bewegte Wasser der Trave hat Paul Kutscha mit bewegter Pinselführung und in sehr guter malerischer Qualität wieder gegeben.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: 3.500 bis 4.000 Euro
  • Datierung: um 1910
  • Herkunft: Tschechien
  • Künstler: Paul Kutscha
  • Sendung vom 17. August 2013

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