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Bacchus und Ariadne Göttliche Vereinigung

Mit diesem Gemälde hat der Franzose J.C.D. Taft im Jahre 1709 mehr als nur die Hochzeit des Gottes Bacchus mit der weltlichen Prinzessin Ariadne dargestellt.

Stand: 12.07.2013 | Archiv

Doch sie ist das Hauptmotiv des Bildes: die Hochzeit der kretischen Prinzessin Ariadne mit dem Gott Bacchus (griechisch: Dionysos), also die Vereinigung des Menschlichen mit dem Göttlichen. Der Bräutigam gilt als friedlicher Eroberer Asiens, denn er hat den Osten bis Indien durch Geschenke für sich gewonnen. Er gewann auch das Herz der von Theseus verlassenen Ariadne. Als Hochzeitstrunk kredenzt er ihr hier eine Schale Wein. Seither ist der Wein als 'Göttergabe' in unseren Sprachschatz eingegangen.

Der wenig bekannte, französische Maler dieses Bildes, J.C.D. Taft, hat die Zeichnung zugunsten der Farbe zurückgestellt und Konturen verschwinden lassen. Dadurch hebt sich eine dunkle Figur kaum vom ebenfalls dunklen Hintergrund ab. Es ist ein alter Mann, der sich am offenen Feuer die Hände wärmt. Er soll wohl den Winter darstellen. Durch ihn erscheinen auch die anderen Figuren in einem ganz anderen Licht: als Allegorien von Frühling, Sommer und Herbst. Neben die Darstellung einer mythologischen Hochzeit tritt hier also noch eine Allegorie der Vier Jahreszeiten.

Fakten:

  • Geschätzter Wert: 10.000 bis 12.000 Euro
  • Datierung: 1709
  • Herkunft: Paris
  • Künstler: J.C.D. Taft
  • Sendung vom 13.7.2013

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