BR Fernsehen - Kontrovers


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Die Story Ein Jahr nach Bad Aibling

Es war eines der schlimmsten Zugunglücke in der Geschichte der Bundesrepublik: Am 9. Februar 2016 stoßen auf der eingleisigen Strecke bei Bad Aibling zwei Züge frontal zusammen. Zwölf Menschen sterben, 85 werden verletzt, viele von ihnen schwer. Wie geht es Angehörigen und Opfern heute? Welche Erinnerungen haben die Rettungskräfte? Und: Wurden aus dem Unglück Konsequenzen gezogen?

Von: Astrid Halder

Stand: 06.02.2017

Kontrovers-Autorin Astrid Halder hat aktuell über das Unglück berichtet und die Aufarbeitung im vergangenen Jahr begleitet. In einer bewegenden Kontrovers-Story sprechen Angehörige von Opfern zum ersten mal darüber, was sie durchgemacht haben.

Die schwangere Anne-Maria Schulze verlor ihren Lebensgefährten durch das Zugunglück bei Bad Aibling. Ihre Kinder wachsen nun ohne Vater auf.

Zum Beispiel Anne-Maria Schulze: "Am 9. Februar", sagt sie, "ist die Zeit für mich stehen geblieben." Ihr Lebensgefährte Ronny starb bei dem Zugunglück von Bad Aibling. Der Lokführer war in einem der beiden Triebwagen. Gerade erst hatten Anne-Maria und Ronny erfahren, dass sie noch ein Kind bekommen werden.
Heute ist ihr Sohn vier Monate alt und wird, genauso wie seine 8-jährige Schwester, ohne Vater aufwachsen.
Das Schicksal von Anne-Maria Schulze zeigt, dass auch ein Jahr danach für Betroffene nichts mehr so ist wie es war …

Autorin Astrid Halder hat außerdem mit Überlebenden und Rettern gesprochen. Und sie fragt in ihrer Kontrovers-Story: Lassen sich solche Unglücke verhindern?


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