BR Fernsehen - Kontrovers


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Die Story Wenn die Versicherung nicht zahlt

Wer krank ist, zählt auf seine Krankenkasse. Doch dieses Vertrauen wird oft enttäuscht. Die Kontrovers-Story über Menschen, die im Kampf gegen ihre Krankheit von Versicherern im Stich gelassen werden.

Stand: 09.04.2014

Frau Herden macht alles, damit sie trotz ihrer Muskelschwunderkrankung nicht zum Pflegefall wird. Sie übt täglich am Bewegungstrainer und schafft es dank Hilfsmitteln, dass sie weiter zu Hause leben kann.

Damit spart sie unserem Sozialsystem viel Geld. Von ihrer Krankenkasse, bei der sie 100 Prozent Risikozulage zahlen muss, fühlt sie sich dabei kaum unterstützt. Im Gegenteil: Immer wieder bekommt sie erst nach mühevollem Papierkrieg Hilfsmittel und Behandlungen bezahlt - wenn überhaupt und oft nur zum Teil.

Obwohl allein die gesetzlichen Krankenversicherungen im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Euro Überschuss erwirtschaftet haben, häufen sich die Klagen über die schlechte Zahlungsmoral der Kassen. Oft müssen Anwälte eingeschaltet werden, damit Geld fließt oder Kosten übernommen werden. Häufig versuchen Kassen, Ansprüche einfach auszusitzen. Doch gerade wer krank ist, dem fehlt die Kraft für einen zermürbenden Kampf mit der Kasse.
Die Kontrovers-Story über ein System, das oft alles andere als sozial ist ...


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T.Walter, Donnerstag, 10.April, 17:55 Uhr

5. Zugmechan. für Rollstuhl

Natürlich muß die Dame eine Zughilfe für Ihren Rollstuhl bekommen.
Aber Ihre Red. sollte Auch mal der Frage nachgehen warum dafür (lt. Sendung) 7.000,--€
zu bezahlen sind ?? Als Anhaltspunkt bietet sich der Vergleich mit Elektro-Fahrrädern an,
an denen eher mehr Teile dran sein müssen als an einem "Zieher". Dass es bei fast allen
Med. Hilfsmitteln und deren Lieferanten meiner Meinung nach um glatten Wucher geht scheint niemanden mehr
aufzuregen. Seltsamerweise auch und gerade die Kassen nicht.
Mich ärgert das als Beitragszahler enorm!
T. Walter Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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Maier Christine, Donnerstag, 10.April, 12:46 Uhr

4. Bayer. Versicherungskammer

Pünktlich wird jedes Jahr der Beitrag zur Krankenkasse erhöht, und das nicht zu wenig. Aber wenn man aufgrund einer Operation zur Reha und zur Optimierung des Heilerfolges ein "Gerät" benötigt (vom Arzt und der Klinik angefordert), dann kommt sofort der Standardsatz: diese Leistung ist in Ihrem Vertrag nicht enthalten! Oder bei anderen Leistungen: der veranschlagte GÖÄ-Satz ist überhöht, es kann nur der niedrigste Satz angerechnet werden! Selbst wenn der "Kopf unterm Arm" ist, hat sich der Patient selbst zu helfen.
Es kann doch nicht sein, dass mein Beitrag stetig erhöht wird, aber die Leistungen immer mehr gekürzt werden. Die Bayer. Vers. Kammer ist schon seit vielen Jahr im Verruf, leider gibts Niemanden, der sich an sierantraut. Auch fällt dieses Thema nicht in den Behandlungsbedarf der seichten Politiker.
Lt. Kontrovers liegt aber ein hoher Milliardenüberschuß vor, wohin geht dieses Geld? In die Glasbauten, Prämien der Werber, Geschenke für Kundenfänger?

Nur mit dem eigenen Tod kann man sich von diesem fragwürdigen Verein trennen, traurig. Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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Isolde Maria Knipfer, Donnerstag, 10.April, 11:07 Uhr

3. Versicherung bezahlt nicht

Sehr geehrtes Team von Kontrovers!
Seit einiger Zeit mache ich auch leidvolle Erfahrungen mit meiner privaten Krankenkasse (Versicherungskammer Bayern). Es handelt sich zwar nicht um die großen Geldbeträge wie in ihrem Beitrag, aber die Versicherungskammer Bayern weigert sich seit etwa vier Jahren die Rechnung meiner Hausärztin zu erstatten. Es werden Gutachten von Vertragsärzten erstellt, die immer zu meinen Ungunsten ausgelegt werden bzw. werden immer neue Forderungen gestellt. Wenn diese einigermaßen erfüllt wurden findet die Versicherung wieder neue Gründe, warum die Rechnung abgelehnt wird. Zeitweise fühle ich mich von der Versicherung schikaniert, was nicht unbedingt gesundheitsfördernd ist. Der Gesetzgeber wäre hier dringend gefordert, die Belange der Versicherten besser zu schützen. Bitte liebes Fernsehteam bleiben Sie an Dem Thema dran und berichten Sie immer wieder von solchen Missständen.
Mit freundlichen Grüßen
Isolde Knipfer Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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Gaby Bschlagengaul, Donnerstag, 10.April, 09:00 Uhr

2. Wenn die Versicherung nicht zahlt

Auch wir können davon ein Lied singen. Mein Mann hat sich am 15.03.13 selbstständig gemacht und bei der bayer. Versicherungskammer eine Krankentagegeldversicherung ab dem 29. Tag abgeschlossen. Leider hatte er am 28.11.14 einen Herzinfarkt (ohne irgendwelche vorherigen Anzeichen) und trotzdem hält uns die Versicherung hin. Seit 11. Februar kann mein Mann Gott sei Dank wieder voll arbeiten. Aber allmählich sind wir es leid, immer wieder Ärztebscheinigungen und Krankenkassenbefunde ab 2008 zu besorgen. Würde bei denen jemand lesen können, so brauchten sie es doch nicht doppelt und dreifach! Ist eine reine Hinhaltetaktik. Wir warten jetzt nur noch auf die Ablehnung und dann geht es zum Anwalt. Eine innerbetriebliche Beschwerde wurde schon eingelegt, brachte bisher jedoch nichts! Für was hab ich dann so eine Versicherung? Eigentlich, dass ich im Krankheitsfall abgesichert bin und ein kleines Einkommen habe, damit ich über die Runden komme, denkt man. Denen ist es jedoch völlig egal, ob man noch Raten für das Haus zu zahlen hat und wie eine 4-köpfige Familie überlebt. Sie haben jedoch festgestellt, dass der Vertrag eigentlich um 50,- Euro/Monat teurer hätte sein müssen (Fehler des Vertreters:aber nicht doch) und haben uns am Monatsanfang April gleich 636,- Euro Nachzahlung abgezogen!! Da kriegt man so einen Hals!!!!

Lg Gaby

Olbrecht, Mittwoch, 09.April, 21:27 Uhr

1. Nichtgenehmigung einer Reha

Seit fast zwei Jahren kämpfe ich für meinen Mann um eine Reha. Er hat nach einem einwöchigen Krankenhausaufenthalt durch ständiges Liegen einfach die Muskelkraft zum Laufen verloren. mein Mann ist 80 % gehbehindert und bräuchte nur 5 Wochen geziehlte Reha mit Laufschule und Muskelaufbau dann könnte er wieder einigermassen normal leben und ich dazu. Auch für mich ist dies eine enorme Belastung und habe manchesmal das Gefühl nicht mehr weiter zu können - könnte auch mal wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehemn was ihm im Moment total unmöglich ist. Aber der MDK blockt alles ab und will ihm nur eine geriatrische Reha genehmigen obwohl dies sinnlos ist weil ihm nur eine orthopädische Reha was nützt. In einer geriartischen Reha hat mein Mann vor fast 4 Jahren ganz schlechte Erfahrungen gemacht und geht auf keinen Fall mehr in eine solche Einrichtung was jeder verstehen kann ausser dem MDK. Nun ist das Ganze durch den VDK beim Sozialgericht gelandet. Zieht sich nun ewig hin obwohl seine Ärzte auch die orthopädische Reha beführworten.