BR Fernsehen - Kontrovers


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Terror-Prävention Projekte gegen radikale Salafisten

Die Täter von Paris – die meisten von ihnen wurden in Europa zu Terroristen. Davor wächst auch in Deutschland die Angst. Was kann man tun, damit junge Menschen nicht radikal werden? Kontrovers über den schwierigen Kampf um Köpfe.

Stand: 23.11.2015

Junge Menschen aus Deutschland - mit und ohne Migrationshintergrund - lassen sich in Terrorcamps ausbilden und schließen sich dem sogenannten IS an, verbreiten Hasspropaganda im Internet und rekrutieren Kämpfer. Experten fordern schon lange eine bessere Prävention: mit Sozialarbeitern in Schulen und Gefängnissen, mit Beratungs- und Anlaufstellen.

Jetzt reagiert die Politik, in Bayern entsteht ein Netzwerk gegen radikale Salafisten. Kontrovers hat Menschen getroffen, die sich dort engagieren.

Begriff Salafismus

Mit Salafismus verbinden viele in Deutschland lange Bärte und radikale Muslime. Das Bild der Salafisten prägen vor allem Leute wie der von manchen Medien als "Hass-Prediger" bezeichnete Konvertit Pierre Vogel und junge Frauen und Männer, die sich radikalisieren und in den syrischen Bürgerkrieg ziehen.
Eigentlich ist der Salafismus aber zunächst eine islamisch-fundamentalistische Strömung. Ihr Vorbild sind die "Vorfahren", arabisch "salaf", der ersten drei Generationen von Muslimen. Sie lebten nach Meinung der Salafisten den "reinen Islam" der Frühzeit.


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