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"jetzt red i" in Würzburg Sorgen um das Klima - wer rettet unsere Zukunft?

Fünf vor zwölf - oder fünf nach zwölf? Wie auch immer, klar ist: der Erde geht es schlecht. Ist der Klimawandel noch aufzuhalten? Was kann jeder Einzelne tun? Was muss die Politik tun?

Stand: 17.06.2019 09:25 Uhr

Symbolbild: Wir müssen unsere Erde vor Zerstörung bewahren. Hände umfassen schützend eine erdähnliche Glaskugel. | Bild: colourbox.com

Es wird immer wärmer auf der Erde, das hat massive Veränderungen der Arktis zur Folge, der Meeresspiegel wird steigen. Darüber sind sich Wissenschaftler weltweit längst einig. Und diese globale Krise kennt keine Grenzen. Starkwetterereignisse, Überschwemmungen, Hitzeperioden – das sind jetzt schon bekannte Phänomene. Fest steht: In Zukunft wird es mehr davon geben.

Klimaschutz - jetzt!

Die Auswirkungen sind mittlerweile auch regional spürbar. Im niederschlagsarmen Unterfranken hat der heiße Sommer 2018 für drohende Trinkwasserknappheit gesorgt und auch für ausgedörrte Böden. Denn - nach einer Studie der Universität Würzburg - sind diese Erwärmungsraten deutlich höher als im globalen und bundesdeutschen Durchschnitt und kennzeichnen Unterfranken als Hot-Spot des Klimawandels. Und durch die Muschelkalkböden mit ihrer großen Durchlässigkeit und geringen Speicherfähigkeit versickert das Oberflächenwasser sehr schnell. Die im Vergleich zu Lehmböden sehr schwache Speicher- und Verdunstungskapazität des Bodens führt zu einer schnellen Erwärmung und Überhitzung. Die Böden werden trocken, wodurch langfristig die Gefahr eines zunehmenden Wassermangels in der Landwirtschaft besteht.

Ungelöste "Klimakiller-Baustellen"

Die Reduzierung des CO2-Ausstosses hinkt den Zielen weit hinterher. Beim Flugverkehr ist er zwischen 1990 und 2014 sogar auf das Dreifache angestiegen, der Münchner Flughafen meldet für 2018 wieder ein Plus.

Die Deutschen fliegen gern und viel

Deutschland hat seine Umweltschutz-Vorreiterrolle in Europa längst eingebüßt. Bei den erneuerbaren Energien liegen wir unterhalb des europäischen Durchschnitts und hinter Ländern wie Rumänien, Bulgarien oder Griechenland.

Umweltaktivisten und viele Bürger fordern von der Politik endlich konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz: Zum Beispiel einen schnelleren Ausstieg aus der Kohle und den Asubau der erneuerbaren Energien, ein Tempolimit auf Autobahnen oder eine CO2-Steuer.

Der BR widmet dem Klimawandel einen eigenen Thementag. Am 26. Juni wird im Fernsehen, Radio und Netz diskutiert, erklärt und nachgefragt. Besonders unter dem Aspekt: was kann jeder Einzelne zur Klimarettung tun? Werden viele ihr Verhalten ohne Verbote ändern? Was muss sich bei den Themen Energie, Verkehr und Landwirtschaft ändern? Welche „heißen Eisen“ muss die Politik endlich anpacken?

"Wir müssen mehr in Wissenschaft und Forschung investieren, um Umwelt- und Klimaschutz innovativ voranzutreiben."

Monika Hohlmeier (CSU), Abgeordnete im Europäischen Parlament

"Der schöne Satz ‚Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt‘ gilt heute mehr denn je. Die Klimakrise bekämpfen muss das gemeinsame Ziel aller Generationen sein. Die Aufgabe der Politik ist es, die passenden Rahmenbedingungen zu setzen: Raus aus der dreckigen Kohle, rein in 100% saubere erneuerbare Energien! Endlich einen CO2-Preis einführen, denn klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen sollten günstiger sein als klimaschädliche! Außerdem die Mobilitätswende gestalten: Mehr Radverkehr, Ausbau der Bahn und abgasfreie Autos."

Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen im Bayerischen Landtag

Diskutieren Sie mit!

Auf dem Podium stellen sich den Fragen, Wünschen, Forderungen und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger: die Europa-Abgeordnete Monika Hohlmeier (CSU) und die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag Katharina Schulze.

Franziska Eder und Tilmann Schöberl freuen sich auf die Diskussion! Sie können sich jederzeit auch online beteiligen: Schreiben Sie uns Ihre Meinung als Kommentar hier auf unserer Homepage oder als E-Mail an jetztredi@br.de. Oder diskutieren Sie mit in den sozialen Medien. Immer her mit Ihren Kommentaren, Meinungen, Lösungsansätzen!


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Peter Schaubeck, Freitag, 28.Juni 2019, 12:26 Uhr

29. Eklat bei "Jetzt red i" in Würzburg

Sehr geehrtes BR-Team,
ich versäume kaum eine Sendung von "jetzt red i" . Nun aber hätte mich brennend interessiert, wie die Angelegenheit des "alten Herrn" ausgegangen ist, der die beiden Politikerinnen Schulze und Holmeier zur Rede stellen wollte und wie dieser "entsorgt" wurde? Über diese traurige Sachlage haben die Medien incl. BR einmal mehr wieder ordentlich geschwiegen! Warum? Haben wir TV-Zuschauer kein Recht dies zu erfahren?
MfG Peter Schaubeck, Rudelzhausen

  • Antwort von "jetzt red i" - Redaktion , Dienstag, 02.Juli, 14:19 Uhr

    Sehr geehrter Herr Schaubeck,

    während der kurze Film über den Winzer lief, gelang es unserem Moderator Tilmann Schöberl den offensichtlich sehr aufgebrachten Mann zu beruhigen. Die anwesenden Sanitäter haben sich dann um ihn gekümmert und später auch nach Hause gebracht. Wir als Redaktion haben uns seine Adresse besorgt, werden mit ihm in Kontakt treten und schauen ob wir vielleicht helfen können. Auch Monika Hohlmeier, die er ja in der Sendung direkt angesprochen hat, hat angekündigt, dass sie sich noch einmal mit dem Fall beschäftigen wird. Wir wollten hier nichts "totschweigen", aber - auch um Herrn Maier zu schützen - haben wir über den Zwischenfall im BR Fernsehen nach der Sendung nicht mehr groß berichtet.

    Mit herzlichen Grüßen - die "jetzt red i" - Redaktion

Sonja Bauch, Donnerstag, 27.Juni 2019, 08:03 Uhr

28. Erdachsenverschiebung

Nach Beobachtungen der Inuit haben sich aus ihrer Sicht der Lauf der Sonne, ihre Ausgangs-und Niedergangspunkte,
die Stelle der Sterne und die Winde in der Arktis leicht aber bemerkbar verschoben. Das könnte auf eine veränderte Erdachsenrotation hinweisen. Denn: In der Arktis wird es wärmer, Richtung Äquator und Antarktis immer kälter. Jetzt prüft die NASA. Sollte sich das bewahrheiten, kämen einige "Klimawissenschaftler" in Erklärungsnot.

Manfred Dürr, Donnerstag, 27.Juni 2019, 00:55 Uhr

27. Faktencheck zu den Aussagen von Frau Hohlmeier

1. Frau Hohlmeier setzt auf synthetische Kraftstoffe, hat aber offensichtlich keine Ahnung, dass diese nur dann für den Klimaschutz etwas bringen, wenn der dafür erforderliche Wasserstoff aus überschüssigem Strom von Erneuerbaren Energien erzeugt wird. Dazu müsste man nicht länger Forschen, sondern den Ausbau von PV und WEAn massiv beschleunigen und nicht ausbremsen, wie es die GroKo tut. Die Windkraft wurde um 90 Prozent abgewürgt!

2. Frau Hohlmeier fantasiert davon, dass man Stahl statt unter Zuhilfenahme von Kohle mit Wasserstoff fast CO2-frei produzieren könne.
Auch hier gilt das unter 1. gesagte. EE-Strom ausbauen, nicht ausbremsen!

3. Behauptung Frau Hohlmeier zum Rückstand in der Batterietechnologie:
"Es waren die Grünen, die die Fakultäten für Elektrochemie abgeschafft haben".
In welchem Bundesland soll das gewesen sein? Und was ist mit den Bundesländern, in denen die Grünen nie mitregiert haben? Und was ist mit dem Rest der Welt, wo grüne Parteien keine Rolle spielen?

Manuel, Mittwoch, 26.Juni 2019, 21:43 Uhr

26. Falsche Priorisierung

Sehr geehrte Redaktion, danke für ihr korrektes Verhalten dem störenden Puplikumsgast gegenüber. Mir persönlich zeigte jedoch dieses Verhalten ganz klar, das sich immer mehr Menschen in unserem Land nicht mehr mitgenommen und ernst genommen fühlen. Nach der Flüchtlingskrisen-Propaganda der AfD folgt nun die Klimahysterie der Grünen. Jedoch nimmt die soziale Spaltung immer mehr zu und niemanden interessiert es. Wie kann man vom einem Hartz IV Empfänger erwarten das er im Bioladen seine Lebensmittel einkauft, wenn oft nur der Gang zur Tafel übrig bleibt? Wie kann man bei deutschen Rekordenergiekosten ernsthaft noch weitere Verteuerungen fordern? Wie kann man bei in der gerade stattfindenden 4. industriellen Revolution, die sehr viele Verlierer produzieren wird und sozial weiter unser Land spalten wird, die CO2-Steuer diskutieren, statt zu versuchen, jeden möglichen Arbeitsplatz in Deutschland zu halten? Hat man denn die wahren Probleme der Menschen total aus dem Blick verloren?

Thomas Plank, Mittwoch, 26.Juni 2019, 21:18 Uhr

25. Klimaschutz

Eiektromotoren sind schlimmer wie Dieselmotoren. Weil unzählige Technologiemetalle für die Herstellung der Batterien aus der Erde geholt werden muss.
Technologiemetalle wachsen nicht nach und wie entsorgt mann den den Giftmüll?
Die Lösung wäre Wasserstoffautos und jedes Auto liese sich ümrüsten. Wo Wasser rein kommt, kommt Wasser raus.
https://www.youtube.com/watch?v=omVQPkKr3P8&t=316s
https://www.youtube.com/watch?v=C6pIR2jCPOU