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"jetzt red i" in Schierling Nach dem bewegten Politjahr 2018 – was fordern die Bürger jetzt von der Politik?

2018 war für Bayern ein Jahr des Umbruchs. Nach der Landtagswahl sind sechs Parteien im Parlament vertreten – so viele wie nie zuvor. Die CSU hat die absolute Mehrheit verloren und musste zähneknirschend mit den Freien Wählern eine Koalition eingehen. „Wir nehmen es an mit Demut und werden daraus Lehren ziehen müssen“, so Ministerpräsident Markus Söder.

Stand: 19.12.2018 15:49 Uhr

Doch welche Lehren sollen das sein? Was erwarten die Bürger von der neuen Regierungskoalition? Viele Probleme der Menschen in Bayern sind nicht gelöst. Ob steigende Immobilienpreise, Flächenfraß, prekäre Arbeitsverhältnisse, Pflegenotstand, Lehrermangel, Asylstreit oder Dieselskandal – all diese Themen werden die Bürger auch im neuen Jahr beschäftigen. Von der Politik erwarten sie Lösungen.

Volksparteien im Sinkflug

Viele Wähler wenden sich von den sogenannten Volksparteien ab. Nicht nur die CSU, auch die SPD musste im Oktober eine historische Wahlschlappe einstecken – wohl auch eine Quittung für den Dauerstreit, den sich die Große Koalition in Berlin geleistet hat. Großer Wahlgewinner waren die Grünen, doch trotz Rekordergebnis klappte es nicht mit der Regierungsbeteiligung. Die AfD holte mehr als 10% der Stimmen – auch das ein Zeichen für die Krise der etablierten Parteien. Die Politikwissenschaftlerin Ursula Münch erklärt: "Die großen Parteien wirken wie Staatsapparate. Die große Kunst ist, dieses Wurzelgeflecht, die Bodenhaftung wieder her zu stellen." Und somit wieder Politik im Sinne der Bürger zu machen.  

Ein "Weiter so" für 2019?

Darüber diskutieren Bürgerinnen und Bürger mit dem Bayerischen Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker (CSU) und Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender Bündnis90/DieGrünen im Landtag.

"Die gesamte Arbeit der Staatsregierung steht unter der Überschrift des Koalitionsvertrages 'Für ein bürgernahes Bayern'. Wir betonen damit unsere feste Überzeugung, dass Politik nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern in ganz Bayern gemacht werden kann. Niemand weiß so gut, was in ihrer Gemeinde, ihrem Kreis oder ihrer Region wichtig ist, wie die Menschen vor Ort."

Albert Füracker, Staatsminister der Finanzen und für Heimat

"Auf zentrale Zukunftsfragen liefert die Betonkoalition aus Freien Wählern und CSU keine Antworten: Wie stoppen wir das dramatische Aussterben heimischer Tier- und Pflanzenarten? Wie schützen wir unsere Natur und geerbte Kulturlandschaft vor der ungebremsten Beton- und Asphaltflut durch immer mehr Gewerbegebiete, Logistikzentren und Umgehungsstraßen? Wie schaffen wir die Verkehrswende, wie schaffen wir die ökologische Agrarwende und welchen Beitrag kann Bayern beim Kampf gegen die Erdüberhitzung leisten? Die schwarz-orange Koalition verweigert Antworten auf diese Fragen und steht damit einer guten Zukunft Bayerns im Weg."

Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender Bündnis90/DieGrünen

Diskutieren Sie mit!

Muss die Politik wieder bürgernäher werden? Fühlen die Wähler sich von ihren Abgeordneten gut vertreten? Was beschäftigt die Menschen in Bayern am meisten? Ist die Koalition aus CSU und Freien Wählern das richtige Bündnis für Bayerns Zukunft?

Franziska Storz und Tilmann Schöberl freuen sich auf die Diskussion! Sie können sich jederzeit auch online beteiligen: Schreiben Sie uns Ihre Meinung als Kommentar oder E-Mail an jetztredi@br.de oder diskutieren Sie mit in den sozialen Medien! Wir sind gespannt auf Ihre Sichtweise!


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Haselbeck, Mittwoch, 19.Dezember 2018, 21:05 Uhr

10. Mittelstand fördern

Für mittelstand müsste man mehr tun und nicht amazon den armarikanischen konzern unterstützen

Otto Riedl, Mittwoch, 19.Dezember 2018, 21:04 Uhr

9. laufende Sendung

Die Diskussion zu Rente und Politikverdrossenheit ist immer die selbe, man nennt die bekannten Probleme und die Politik antwortet, mit wieviel kleinen Stellschrauben sie die Probleme lösen will. Nur so wird es nie funktionieren, wenn man nicht bereit ist das System zu ändern. Ob Rente oder bei der Verantwortung unserer Politiker.
Lösung bei der Rente. Es müssen mehr Personen in das Solidarsystem Rente einzahlen. (Beamte, Selbständige, Politiker)
Lösung Verantwortung für übertragene Aufgaben als Politiker: Entlassung und Streichung der Pensionsansprüche ( wie jeder Handwerker der für seine Arbeit selbst Verantwortung trägt, mit all seinen Konsequenzen).

Frau Schmidbauer, Mittwoch, 19.Dezember 2018, 21:02 Uhr

8. Wirtshaus sterben

Auf dem Land schließen die Dorfwirtshäuser den es werden vom Landratsamt die Vereinsheime so gefördert das keine Leute mehr ins Alte Dorfwirtshaus gehen .Im Vereinsheim ist das Bier die Getränke sehr billig.Die Gemeinde bezahlt Strom, Kanal alle unkosten was so entstehen.Da kann man günstig wirtschaften.

Martina, Mittwoch, 19.Dezember 2018, 21:00 Uhr

7. Plastik

Bitte liebe Politik, verbietet endlich diesen Plastikfolien-Wahnsinn auf den (Spargel-)feldern!!!

Rudhart, Mittwoch, 19.Dezember 2018, 20:57 Uhr

6. Zur Aussage von Herrn Hartmann zur Busverbindungen auf dem Land in BW

Ich weiss nicht wo Herr Hartmann die Info her hat , dass in Baden Württemberg der Ländliche Raum mit Busverbindungen bestens versorgt wird.
Ich lebe und wohne auf dem Land in BW ich weiss nichts von einem Busnetz so wie er es beschreiben hat. Ausser einem Schulbus fährt nichts.
Also erst mal genauer informieren als solche Aussagen treffen und BW als Vorzeigeland zu nennen.