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"jetzt red i" in Regensburg „No future“ fürs Klima - Ist die Zukunft noch zu retten?

Der Erde geht es schlecht. Laut UN-Jahresbericht zum Klimawandel ist eine drastische Erderwärmung nicht mehr zu verhindern. Die Folgen: Verheerend. Die Forderungen an die Politik werden immer lauter: Tut was! Und zwar jetzt!

Stand: 02.04.2019 09:25 Uhr

Es wird immer wärmer auf der Erde, das hat massive Veränderungen der Arktis zur Folge, der Meeresspiegel wird steigen. Darüber sind sich Wissenschaftler weltweit längst einig. Und diese globale Krise kennt keine Grenzen. Starkwetterereignisse, Überschwemmungen, Hitzeperioden – das sind jetzt schon bekannte Phänomene. Fest steht: In Zukunft wird es mehr davon geben.

Klimaschutz - jetzt!

Klimaschutz-jetzt! "Fridays for Future" ist zur internationalen Bewegung geworden

"No future" also fürs Klima? Nein! Sagen Jugendliche, Eltern und Wissenschaftler in Bayern, Deutschland und weltweit. Die Demonstranten der „Fridays for Future“ - Bewegung fordern von der Politik konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz: Zum Beispiel weg von der Kohle hin zu erneuerbaren Energien und ein Tempolimit auf Autobahnen. Auch in Regensburg gehen die Schüler auf die Straße. Aktuelle Einschätzungen geben ihnen recht: In Bayern war es laut Deutschem Wetterdienst noch nie so warm wie 2018. Die mittlere Temperatur lag 2,2 Grad höher als normal. Von Januar bis November fiel so wenig Regen wie nie: nur zwischen 40 und 70 % der sonst üblichen Niederschläge. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW) reagiert mit Jugend-Klimakonferenzen und will deren Ideen weitertragen. "Klimaschutz ist eine Generationenaufgabe. Wir dürfen keine Zeit verlieren. Wir müssen die Weichen für eine klimasichere Zukunft stellen."

Ungelöste "Klimakiller-Baustellen"

Die Deutschen fliegen gern und viel

Es gibt viel zu tun: So hinkt etwa die Reduzierung des CO2-Ausstosses den Zielen weit hinterher. Beim Flugverkehr ist er zwischen 1990 und 2014 sogar auf das Dreifache angestiegen, der Münchner Flughafen meldet für 2018 wieder ein Plus. Die Forderung nach einem Tempolimit auf deutschen Autobahnen ist gescheitert. Der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, Verzicht auf Fleischkonsum und Energiesparen – das sind nur einige Punkte.

"Das Klima zählt zu den höchsten Schutzgütern unserer Heimat. Der Klimawandel ist Fakt und er wird sich voraussichtlich deutlich beschleunigen. Deshalb dürfen wir keine Zeit verlieren: Wir haben große Ziele beim Klimaschutz, die Treibhausgasemissionen in Bayern sollen bis 2050 auf unter zwei Tonnen je Einwohner und Jahr reduziert werden. Dazu wurde ein umfassendes Maßnahmenpaket aufgelegt, in das in den vergangenen Jahren bereits mehrere hundert Millionen Euro investiert wurden: Von einem Ausbau des ÖPNV in Bayern bis hin zu ökologischen Maßnahmen wie dem Schutz der Moore. Zudem arbeiten wir an einem Klimaschutzgesetz. Und auch der Bund ist gefordert, beim Klimaschutz weiter aktiv zu werden."

Thorsten Glauber (FW), Bayerischer Umweltminister

"Die globale Erhitzung bedroht unsere Lebensgrundlagen, und das, obwohl wir alle Mittel in den Händen halten, sie zu stoppen. Die Menschen sind die ständigen Ausreden der Politik leid, faktisch gibt es keinen Klimaschutz, weder in Bayern noch in Deutschland. Denn sonst würden wir unsere selbst gesteckten Klimaziele nicht ständig krachend verfehlen. Dabei leiden unter der Zerstörung der Natur diejenigen früher und am stärksten, die dazu am wenigsten beitragen und ihr am wenigsten entgehen können."

Dieter Janecek, Bundestagsabgeordneter Bündnis 90 / Die Grünen

Diskutieren Sie mit!

Werden viele ihr Verhalten wirklich ändern? Und kann der einzelne überhaupt etwas bewirken? Was muss sich bei den Themen Energie, Verkehr und Landwirtschaft tun? Welche „heißen Eisen“ muss die Politik endlich anpacken? Auf dem Podium stellen sich den Fragen, Wünschen, Forderungen und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger: Der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (FW) und der Bundestagsabgeordneten Dieter Janecek (Bündnis90/Die Grünen).

Franziska Eder und Tilmann Schöberl freuen sich auf die Diskussion! Sie können sich jederzeit auch online beteiligen: Schreiben Sie uns Ihre Meinung als Kommentar hier auf unserer Homepage oder als E-Mail an jetztredi@br.de. Oder diskutieren Sie mit in den sozialen Medien. Immer her mit Ihren Kommentaren, Meinungen, Lösungsansätzen!


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Christina S., Mittwoch, 10.April 2019, 23:30 Uhr

49. Autoindustrie

In meinen Augen müsste Werbung für Autos mit fossilen Verbrennungsmotoren im Fernsehen oder wo auch sonst genauso verboten werden wie Zigaretten- und Tabakwerbung. Mit jedem neu zugelassenen Fahrzeug gibt man der Umwelt weniger Chancen, sich zu erholen. Wann sieht man im Fernsehen schon mal eine Werbung für Fahrräder? Das Image der Autofahrer ist immer noch viel zu hoch angesiedelt. Eine große Rolle spielt dabei natürlich der Personennahverkehr, der bei seinem Angebot viel Nachholbedarf hat. Die Arbeitskraft der Autoindustrie kann auch für umweltfreundlichere und sinnvollere Dienste eingesetzt werden. Man müsste nur mal das Hirn einschalten und nicht nur das Geld regieren lassen. Die so hoch gelobte deutsche Autoindustrie hat mittlerweile so viel Dreck am Stecken, dass es Zeit wird, diese industrielle Gewichtung auf andere Industriezweige zu setzen, die mit Intelligenz und Ehrlichkeit versuchen mit Rücksicht auf die Umwelt zu produzieren und nicht über sie hinweg.

Christina S., Mittwoch, 10.April 2019, 22:51 Uhr

48. Autobahnausbau A3 bei Regensburg

Im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der A3 werden auf rund 15 Kilometern 16 Brücken neu gebaut oder verbreitert, 400.000 Quadratmeter Asphalt verbaut , viele Bäume wurden und werden noch gefällt, viel Natur zerstört und versiegelt. Je mehr Raum man den Autos gibt, um so mehr fahren auch. So ein Ausbau ist für mich kein Blick in die Zukunft, sondern ein riesiger Schritt zurück. Das dort verdummte Geld hätte man besser in den Ausbau der Fahrradwege investieren sollen. Mit der Zunahme der Breite des Fahrradweges und der Erhöhung des Stellenwertes des Fahrrades nimmt auch die Anzahl der Fahrradfahrer zu. Die Bahn sollte die kostenlose Mitnahme von Fahrrädern einführen und erleichtern. Darüber hinaus hätte man das Geld dazu verwenden können, um den öffentlichen Nahverkehr kostenlos anzubieten. In so manchen Nachbarländern kann man sich dazu viele gelungene Beispiele abschauen.

Hubert Mayer, Mittwoch, 10.April 2019, 21:54 Uhr

47. Fakten ignoriert

Lieber Herr Sandler, Sie schreiben in Kommentar 7: „ … 0,00004712% des gesamten CO2-Anteils in der Luft verursacht Deutschland“. Richtig. Dass Ihr „Fakt“ von Frau Franziska Eder nicht ausgewählt und von Herrn Tilmann angesprochen wird, war mir klar, nachdem ich den BR-Eisbär auf der Eisscholle in der Sendeankündigung gesehen habe.

  • Antwort von Martin Geyer, Donnerstag, 11.April, 07:32 Uhr

    Lieber Herr Mayer, wenn ich davon ausgehe, dass Sie z. B. 80 Kg wiegen, würden Sie dann bedenkenlos eine so geringe Menge wie 0,14g eines weißen Pulvers zu sich nehmen - vermutlich schon, denn nach Ihrem Verständnis wären das ja lediglich 0,000175% Ihres Körpergewichtes und was kann das schon ausmachen? Nun, wenn dieses Pulver Zyankali ist, denken Sie vielleicht anders darüber! Diese Dosis wäre nämlich tödlich. Begehen Sie nicht den Fehler zu glauben, nur weil die Menge als Zahl gering ist ist auch die Wirkung gering! Die Wirkung von CO2 auf die Athomsphäre ist wissenschaftlich übrigens genauso gut bewiesen, wie die Wirkung von Zyankali auf Ihren Körper.

Markus, Mittwoch, 10.April 2019, 21:50 Uhr

46.

Globale Erhitzung ? Wohl eher globale Verblödung , lass es doch wärmer werden spart jede Menge Energie im Winter

Was würde vor 50 Jahren alles vorhergesagt , ich lach mich heute tot
Wissenschaft die i100 Jahre simulieren kann phantastisch nur halt nicht wirklich echt , außer für ein paar teenies die irgendwas retten müssen wie ihre Lehrerin halt auch....

  • Antwort von Jakob Bornschlegl, Donnerstag, 11.April, 23:36 Uhr

    Sie sagen es ist gut, dass die Temperaturen steigen, aber ist es den kein Problem dass die Pole schmelzen und der Wasserspiegel steigt. Menschen verlieren schon jetzt ihre Heimat, weil wir hier in Deutschland mit dem Sportwagen durch die Gegend düsen müssen. Auch Extremwetterereignisse, wie Hurrikan Irma sind schon jetzt auf den Klimawandel zurückzuführen. Also, auch wenn sie bis jetzt in Deutschland vielleicht noch nicht viel vom Klimawandel mitbekommen, ist er dennoch schon jetzt ein großes Problem, was in Zukunft nur größer werden wird und dann werden auch sie merken, dass der Klimawandel ein Problem ist.... Nur dann wird es zu spät sein.
    Mfg.

Kingston, Mittwoch, 10.April 2019, 21:12 Uhr

45.

Wo lade ich mein E-Auto bei einer Urlaubsreise? Alle 250 km aufladen? Wie soll das funktionieren? Wie soll das Laden flächendeckend gewährleistet werden, wenn alle Pendler auf E-Autos umsatteln müssen?

  • Antwort von Arkus, Mittwoch, 10.April, 21:43 Uhr

    Kauf dir ein Tesla Model 3 500km Reichweite am supercharger in 1stundr voll

  • Antwort von Snoop, Freitag, 12.April, 16:12 Uhr

    Habe ich Supercharger dann im Kofferraum? Ist doch Schwachsinn!