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"jetzt red i" in Nürnberg Dauerbrenner Diesel - Drohen noch mehr Fahrverbote?

Die Liste der Fahrverbote für Dieselfahrzeuge wird immer länger. Mittlerweile haben Gerichte für elf Städte in Deutschland die Verbote angeordnet. Grund: die Grenzwerte wurden regelmäßig überschritten. Die Deutsche Umwelthilfe klagt insgesamt gegen 30 Städte, deren Luftreinhaltepläne unzureichend sind. Auch für Nürnberg hält sie eine solche Klage für denkbar.

Stand: 14.11.2018 15:49 Uhr

Die Diesel-Autofahrer sind frustriert und verärgert. Haben sie doch ihre Fahrzeuge im guten Glauben gekauft, dass diese umweltfreundlich sind. Doch nun stehen sie als Verlierer da. Bald können sie nicht mehr in jede Stadt fahren. Und der Wertverlust der Dieselautos ist dramatisch, selbst bei modernen Fahrzeugen. Pendler, Handwerker und auch Kommunen mit ihren Bus-Flotten müssen dann kräftig investieren, um weiter mobil zu sein.

"Kaum ein Thema hat in den letzten Jahren die Menschen mehr bewegt und auch verdrossen wie die Dieselgate-Affäre. Die Politik muss hier klar und unmissverständlich reagieren. Für Nürnberg will ich keine Fahrverbote und Einhaltung der Grenzwerte. Das geht – wenn die Autoindustrie mitmacht."

Ulrich Maly (SPD), Nürnberger Oberbürgermeister und Vizepräsident des Deutschen Städtetages

"Die Deutsche Umwelthilfe kämpft für saubere Luft und die Gesundheit der deutschen Bürgerinnen und Bürger. Wir fordern unbürokratische Hilfe für betrogene Diesel-Fahrer: Die Hardware-Nachrüstung auf Kosten der Hersteller muss endlich kommen."

Barbara Metz, Deutsche Umwelthilfe, stellvertretende Bundesgeschäftsführerin

Der Vertrauensverlust der Bürger ist groß – denn auch im vierten Jahr des Diesel-Skandals hat die Politik noch keine befriedigenden Antworten auf die drängenden Fragen gefunden. Der Vorwurf: die Bundesregierung schont die deutschen Autokonzerne. Wenn es hart auf hart kommt, knickt die Politik vor der Autolobby ein. Deren zentrales Argument: die rund 1,8 Millionen Arbeitsplätze, die direkt und indirekt mit der Autoindustrie zusammenhängen, dürfen nicht gefährdet werden. So ist das Thema Hardware-Nachrüstung weiterhin umstritten, obwohl Verbände wie der ADAC diese für sinnvoll halten. Eine Verpflichtung für die Hersteller, nachzurüsten, gibt es bis heute nicht. Leidtragende sind auch die Bewohner der Innenstädte, die die schlechte Luft weiter atmen müssen.

Wann kommen endlich politische Lösungen? Wer entschädigt die Dieselfahrer? Sind die Grenzwerte zu streng? Was muss passieren, damit die Luft in den Städten besser wird? Was können die Bürger dafür tun?   

Darüber diskutieren Bürgerinnen und Bürger u.a. mit dem Nürnberger Oberbürgermeister und Vizepräsident des Deutschen Städtetages Ulrich Maly (SPD) und Barbara Metz, stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe.

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Franziska Storz und Tilmann Schöberl freuen sich auf die Diskussion! Sie können sich jederzeit auch online beteiligen: Schreiben Sie uns Ihre Meinung als Kommentar oder E-Mail an jetztredi@br.de oder diskutieren Sie mit in den sozialen Medien! Wir sind gespannt auf Ihre Sichtweise!


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Jan, Mittwoch, 05.Dezember 2018, 22:18 Uhr

41. Diesel 05.12.2018

Jetzt red i ist wie alle anderen dieser Sendungen total überflüssig. Viele reden, nichts passiert. Es ist nirgendwo ein Fachmann/frau, die wirklich ihr Fach verstehen. Ich hab noch nie eine/n Geschädigten gesehen. Im WDR lief gerade ein Test mit Dampfern, E-Z. Da haben Ärzte die Werte der Dampfer und der Passiven getestet und reale Ergebnisse erhalten. Dampfer,Passive werden erheblich geschädigt. Kontrovers zeigt ein Patient, dem wurden Tabletten gegeben, er kann nicht mehr laufen. Das sind Fakten! Die Diesel-Autos waren noch nie so gut wie heute. Besser geht es nicht. Die Ingenieure haben sehr gut gearbeitet. Ich bin 1950 geboren. Mein Vadda hatte nach dem Krieg Kohlenhandel und Transport-Unternehmen. Wir Kinder haben im Ruß ""gebadet"". Mein Vadda und Mudda sind 94 Jahre alt geworden, hatten nie eine Krankenkasse. Wir Kinder wurden nicht zum Arzt geschleppt. wir wurden "ernährt", Kontrovers zeigt Giftpritzen der Bauern, das Gift esst ihr, schmeckt euch gut, rauchen auch.Grillen auch.

Klaus Günter Sturm, Mittwoch, 05.Dezember 2018, 21:35 Uhr

40. "jetzt red i" in Nürnberg

Leider habe ich nur die letzten etwa zehn Minuten gesehen. In dieser Zeit waren jedoch aus dem Publikum überwiegend Stimmen zu hören welche sich Mobilität reduziert auf zu Fuß, per Fahrrad oder ÖPNV wünschen. Das Beste jener der bei Bedarf das Fahrzeug der Ehefrau nutzt. Eine Dankesrede an die Deutsche Umwelthilfe welche vor Gericht die Einhaltung blödsinniger Grenzwerte einklagt für diese keinerlei wissenschaftlicher Beweis vorliegt. Fahrverbote erwirkt welche die angenommenen überhöhten Schadstoffe von einem Stadtteil in den benachbarten transferieren. Hamburg kann aktuell keinerlei Wirkung durch die Fahrverbote feststellen.

Somit ergibt sich für mich wieder die Feststellung: Leben im Narrenhaus. Das gilt auch für die jahrelange Toleranz von Politik und Gesellschaft von der Automobilindustrie sich in Bezug auf Verbrauch und Schadstoffe sich hinter die Fichte führen zu lassen.

Christian Gard, Mittwoch, 05.Dezember 2018, 21:20 Uhr

39. Abmahnverein Deutsche Umwelthilfe

Warum eine Vetreterin des dubiosen Abmahnvereins Deutsche Umwelthilfe mit ca. 243 Mitgliedern auf dem Podium sitzt als über die Methoden und Finanzierungen der Deutschen Umwelthilfe zu reden bleibt mir ein Rätsel.
Einfach mal folgende Stichworte googel um sich ordentlich zu informieren: deutsche umwelthilfe grüne lobby

Bernhard Kindt, Mittwoch, 05.Dezember 2018, 21:11 Uhr

38. Grenzwert konfus

Also Grenzwert im Aussenbereich 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid, völlig absurd. Laut Arbeitsplatzgesetz 950 Mikrogramm Stickstoffdioxid,erleubt denke mal so an Schweißer und soweiter. Menschen zweiter Klasse Ignorantz der Grünen und Umwelt Verbände. Hoffentlich war keiner von denen früher in Discos und Studenten Kneipen. Wahnsinn!

Günter Mellinger, Mittwoch, 05.Dezember 2018, 21:03 Uhr

37. Sponsoring Deutsche Umwelthilfe

Laut FAZ.net bekommt die Deutsche Umwelthilfe ein fünfstelligen Betrag pro Jahr von Toyata. Seit zwei Jahrzehnten arbeitet die DUH mit Toyata zusammen.
Dieselfahrzeuge haben laut Toyata nur 20% Zulassungsanteil.Die derzeitige Kampagne der DUH richtet sich gegen Dieselfahrzeuge. Ist es ein Schelm der Böses dabei denkt?