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"jetzt red i" in München Unbezahlbare Mieten – Wie wollen wir in Zukunft wohnen?

Die Mietpreise für Wohnungen in den Ballungsräumen kennen nur eine Richtung - steil nach oben! Die Angst, sich die Stadt nicht mehr leisten zu können, zieht sich längst durch alle Gesellschaftsschichten. Eine Lösung? Nicht in Sicht!

Stand: 03.07.2019 09:25 Uhr

Wer in München eine Wohnung sucht, muss immer tiefer in die Tasche greifen. 40 Quadratmeter kosten mittlerweile bis zu 1.200€ - kalt. Bei solchen Preisen sind es längst nicht mehr nur Geringverdiener und Rentner, die Angst haben, dass sie sich ihre Stadt bald nicht mehr leisten können. Gerade viele Familien sind gezwungen aus München wegzuziehen. Auch im Rest von Bayern steigen die Preise - Regensburg, Ingolstadt oder Erlangen gehören mittlerweile zu den teuersten Städten Deutschlands.

Bürger gehen auf die Straße

Im September 2018 demonstrieren Tausende gegen Wohnungsspekulanten

Den Bürgern reicht’s. „Letztes Hemd für letztes Loch“ – so brachte es ein Plakat der „Ausspekuliert“-Demo, bei der rund 10.000 Münchner auf die Straße gingen, auf den Punkt. In Berlin zeigt der Druck Wirkung. Die Stadt hat Mietobergrenzen beschlossen, für die nächsten fünf Jahre. Das Gleiche will der Mieterverein München jetzt auch erreichen. Das Motto des angestrebten Volksbegehrens: „Uns glangt’s! Mieten-Stopp in Bayern!“

Ungebremster Zuzug in den Metropolen

Die Landeshauptstadt wächst seit Jahrzehnten

Der Druck auf die bayerischen Boom-Regionen wird noch weiter steigen. Alleine in München könnten in den nächsten 20 Jahren 400.000 Einwohner dazukommen. In der Landeshauptstadt entstehen derzeit viele neue Wohngebiete. Dort bauen auch immer mehr Genossenschaften, die die Art des Zusammenlebens anders gestalten wollen. Im Gegensatz zu Investoren setzen sie auf alternative Wohnkonzepte, fördern den Zusammenhalt der Bewohner mit Gemeinschaftsräumen und Projekten wie Urban Gardening oder CarSharing.

BR-Thementag "Wohnen in der Zukunft"

Am 10. Juli widmet sich der Bayerische Rundfunk unter dem Motto „Luxus 4 Wände – Wohnen in der Zukunft“ ganz diesem Thema. Im Fernsehen, Radio und im Netz wird diskutiert, erklärt und nachgefragt: Was kann die Politik tun, damit Wohnen bezahlbar bleibt? Brauchen wir einen Mietenstopp? Muss die öffentliche Hand mehr bauen? Oder braucht es weniger Vorschriften und Auflagen, damit Bauen für private Investoren attraktiver wird? Was sind die Wohnkonzepte der Zukunft?

"Nur ein ganzes Bündel von Maßnahmen kann den Wohnungsmarkt nachhaltig entlasten. Deswegen arbeiten wir gerade an einer großen Reform der Bayerischen Bauordnung mit dem  Ziel: schneller, einfacher und kostengünstiger neuen Wohnraum zu schaffen. Künftig soll eine Baugenehmigung als erteilt gelten, wenn die zuständige Behörde nach drei Monaten noch nicht entschieden hat. Das schafft Planungssicherheit. Darüber hinaus ist unsere Wohnraumförderung mit 1,7 Milliarden Euro im Doppelhaushalt weiterhin auf Rekordniveau."

Hans Reichhart, bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr

"Wohnen darf kein Luxus sein. Ich will, dass sich auch die Krankenschwester und der Polizist eine Wohnung in Bayerns Großstädten leisten können. Dafür brauchen wir mehr Neubauten und den Erhalt von Sozialbindungen. Ich persönlich würde auch genossenschaftliches Wohnen stärker fördern."

Horst Arnold, SPD-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag

Diskutieren Sie mit!

Auf dem Podium stellen sich Hans Reichhart (CSU), bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr und Horst Arnold (SPD), Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag den Fragen, Wünschen, Forderungen und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger.

Franziska Eder und Tilmann Schöberl freuen sich auf die Diskussion! Sie können sich jederzeit auch online beteiligen: Schreiben Sie uns Ihre Meinung als Kommentar hier auf unserer Homepage oder als E-Mail an jetztredi@br.de. Oder diskutieren Sie mit in den sozialen Medien. Immer her mit Ihren Kommentaren, Meinungen, Lösungsansätzen!


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Horst Münzinger, Donnerstag, 11.Juli 2019, 16:05 Uhr

24. Unbezahlbare Mieten...

Der Fehler wiederholt sich immer wieder. Der Focus wird auf die Wohnungsknappheit gelegt, Pauschalen und Schlagwörter beherrschen die Medien und die Diskussion. Politik und vor allem jene, die vom Immobiilenboom leben, schütteln mehr oder mider qualifizierte "Vorschläge zur Lösung des Wohnraumproblems" in die Öffentlichkeit. Viel entscheidender als der Blick auf die Angebotsausweitung ist die Betrachtung der Ursachen für die massiv wachsende Nachfrage, übrigens nur in Ballungsgebieten, während andernorts Wohnungen leer stehen. Das Maß der politisch gewollten und praktizierten Anwerbung und Konzentration von Unternehmen und Menschen ist zu hinterfragen. Es ist Einfluss zu nehmen auf die Nachfrageseite, auf den Zuzug. München kann und soll sich nicht verschließen. Kann und Muss aber Zeichen setzen für Begrenzung, anaog der Stadt Erding. Und muss steuern. Dazu gehört Mut. Fehlt dieser der Politik, droht München das soziale und wirtschaftliche Chaos. Deshalb: Weichenstellung jetzt!

ewald dietl, Mittwoch, 10.Juli 2019, 21:20 Uhr

23. Wohnungsmangel

Ich erspare mir ihre Kommentarrichtlinien, eine Zensur findet nicht statt.....
Der Wohnungsmangel zeigt den Menschen, dass wir, wenn wir "Einwanderungsland" spielen, einen hohen vorerst Mietpreis, danach Rentenkürzungen bezahlen müssen.
Das geht nicht zum Nulltarif.
Und der Staat ist in diesem schlechten Spiel auch ein Akteur, der die Preise massiv nach oben treibt.
Einmal die liebe "Verfassung", die billig Verkäufe verbietet, ausser es ist die Alpeadria...
Dann das liebe Finanzamt, dass billig-Vermieter abstraft, ganz legal...
Und mal schnell ein paar Bauern im Speckgürtel enteignen, mit 10€ abspeisen, danach für mehrere tausen € verkaufen.
Wer sich da alles Geld in die Taschen stopft..
Stinkt fürchterlich nach einem Mafiabetrieb, dieses Land...
Aber im Fernsehen beweinen alle die armen Mieter, die sich die Wohnungen nicht mehr leisten können.
Irgendwann kollabiert das System.. schade, war eigentlich mal gut...

Claus D., Mittwoch, 10.Juli 2019, 21:00 Uhr

22. Preissteigerung

Ich baue gerade privat Wohnungen zur Vermietung. Leicht wird einem das von behördlicher Seite nicht gemacht, obwohl die Gemeine glücklich über Mietwohnungen ist und mich unterstützen! Welche Wissenschaft alleine das Thema Begutachtung und Entsorgung des Aushubs betrieben wird, ist bodenlos! Wir sprechen hier nicht von einer Chemiefabrik, sondern vom Garten eines ehem. Bauernhofs. Alleine die Begutachtung kostet ca. 25.000 EUR, die Entsorgung das Bodens, in dem einige Ziegelreste und Holzkohle entdeckt wurden, ca. 120 EUR pro Baggerschaufel, insgesamt gut 300.000 EUR. Zu allem Überfluss gilt ein Gutachten lediglich für 8 Monate, danach geht das Spiel von vorne los! Von den 1 1/2 Monaten Baustopp wegen des Gutachtens ganz zu schweigen!

Thaler Magdalena, Mittwoch, 10.Juli 2019, 20:59 Uhr

21. Mieten

Habe auch ein Mietshaus, dieses energetisch saniert und Balkone angebaut. Die Mieten habe ich nicht erhöht. Habe auch eine Rentnerin in meinem Haus, der sagte ich, dass ich ihre Miete nicht erhöhen werde, solange sie in meinem Haus ist. Aber wie gesagt, werde ich vom Finanzamt bestraft, weil ich nicht genug Miete verlange .Mein Haus ist in München Schwabing. Mache auch jedes Jahr ein Hoffest mit meinen Mietern, die immer alle kommen.

Stadelmann , Mittwoch, 10.Juli 2019, 20:59 Uhr

20. Ich suche seit 3 Jahren ne Wohnung in Augsburg

Ich suche seit 3 Jahren eine Wohnung in Augsburg nur die mitten sind zu hoch und was gesagt Wirt das unter 7 bei qwatretmeter ist noch viel zu hoch es solte gesetzlich fest gelegt werde das die Mitte pro qwatrat Meter sollten nur 4 Euro biat 4,5 Euro pro Quadratmeter und nicht höre und das die vermutet nie wieder mehr verlangen dürfen und auch das Finale amt darf nur 3 Euro verlangen bei qwatrat Meter nicht mehr weil dann werdet ihr sehen das viel mehr und alles sich wieder viel besser erholen Wirt es ist nicht einfach aber es Wirt gehen und wenn wegen Wohnungen da heut man zwar neu aber nicht auf anderen Flächen sonder in die Höhe das heißt wenn keine Platz ist dann benutzt man ebend die Heuser als Füße damit mann auf den heiser neue heuse bauen kann habt ihr Meister und vermutet und so mal darüber nach gedacht nein habt ihr nicht lieber macht ihr die Natur kaputt sorry aber das ist die Wahrheit und da ich schon solange such muss es endlich mal was geschehen ich möchte weg von Sa anh