BR Fernsehen - jetzt red i


7

"jetzt red i" in Herzogenaurach Schöne neue Arbeitswelt? Wie Künstliche Intelligenz unser Leben verändert

Autos, die autonom fahren. Roboter, die Alte und Kranke pflegen. Software, die Gesichter und Stimmen erkennt. Vor Jahren noch Zukunftsmusik, heute ist Künstliche Intelligenz Realität und entwickelt sich ständig weiter. Welche Chancen, aber auch welche Risiken gibt es? Wird der Mensch in vielen Bereichen der Arbeitswelt bald überflüssig sein?

Stand: 04.10.2019

In Bayern herrscht nahezu Vollbeschäftigung, in keinem anderen Bundesland gibt es so viele Industriearbeitsplätze. Beispielhaft dafür steht Herzogenaurach. Wo früher die Schuhfabriken der Dassler-Brüder standen, werden heute die Weltkonzerne Adidas und Puma gemanagt. Schaeffler, mit 8.800 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber vor Ort, setzt auf Künstliche Intelligenz und Digitalisierung.

Grundlegende Änderungen in der Arbeitswelt

Zukunftsmusik? An der Uni Bremen werden Roboter als Küchenhelfer getestet.

Besonders im Mittelstand entstehen in diesen Bereichen immer mehr Jobs – auch in Mittelfranken. IT-Spezialisten werden dringend gesucht. Doch der Blick vieler Arbeitnehmer in die digitale Zukunft ist nicht ganz sorgenfrei, denn viele Jobs könnten mit dem verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz wegfallen. Längst ist es nicht mehr nur der Arbeiter am Band, der die Konkurrenz der Maschinen fürchten muss. 

BR Thementage: Künstliche Intelligenz - Risiko, Rettung, Revolution

Einsatz von Künstlicher Intelligenz: Gibt es Grenzen?

Künstliche Intelligenz (KI) zu erschaffen, ist der Versuch, menschliche Entscheidungsstrukturen nachzubilden. Da sie fast jeden Lebensbereich betrifft, könnte sie schon bald unser Dasein fundamental verändern: Die Gesellschaft, den Alltag, die Arbeitswelt. Der Bayerische Rundfunk widmet der Künstlichen Intelligenz einen eigenen Themenschwerpunkt. Am 08. und 09. Oktober wird im Fernsehen, Radio und im Netz diskutiert, erklärt und nachgefragt.

Wie denken Sie über KI? Ihre Meinung ist gefragt!

Welche Chancen, aber auch welche Risiken gibt es? Tut die Politik genug, um KI-Forschung und Entwicklung in Bayern voranzutreiben? Wie verändert sich unsere Arbeitswelt? Was bedeutet es, wenn in Zukunft bestimmte Fähigkeiten nicht mehr nachgefragt werden, weil sie Roboter effizienter und kostengünstiger erledigen können? Wie müssen wir als Gesellschaft mit der neuen, digitalen Arbeitswelt umgehen? Wie wird die Künstliche Intelligenz unser Leben verändern?

Darüber diskutieren bei „jetzt red i“ Bürgerinnen und Bürger u.a. mit Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) und Klaus Ernst (Die Linke), Wirtschaftsausschussvorsitzender im Bundestag. Unser Experte in der "jetzt red i"-Arena: Prof. Peter Dabrock, Lehrstuhl für Systematische Theologie II und Vorsitzender des Deutschen Ethikrats

Judith Gerlach, Digitalministerin Bayern | Bild: Jörg Koch / StMD

"Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie der Digitalisierung. Bayern hat die besten Voraussetzungen dafür, ein Hotspot der KI zu werden. Wir müssen aber jetzt die Weichen richtigen stellen, dass wir diese Technologie nach unseren Maßstäben aktiv mitentwickeln können."

Judith Gerlach (CSU), Digitalministerin Bayern

"Künstliche Intelligenz bedeutet vor allem einen großen Produktivitätssprung. Mit weniger Arbeit wird mehr an wirtschaftlichem Ergebnis möglich sein. Entscheidend ist, wem die steigende Produktivität zugutekommt. Kommt sie nur den Unternehmen zugute oder wird sie z.B. durch kürzere Arbeitszeiten, mehr Zeit für Bildung und höheren Einkommen auch zu  gesellschaftlichem Fortschritt führen? Um das zu erreichen, ist eine Beteiligung der Mitarbeiter und ihrer Gewerkschaften in den Unternehmen notwendig."

Klaus Ernst (Die Linke), Wirtschaftsausschuss-Vorsitzender im Bundestag

"Künstliche Intelligenz (KI), die dem Menschen dient, bietet enorme Chancen, Arbeit spannender und effektiver zu machen sowie die Wertschöpfung zu steigern. Wenn wir KI aber ohne die bewährte Sozialpartnerschaft einsetzen, dann drohen Arbeitsplatzverluste, Dauerüberwachung, Langweile, Autonomiegefährdung und die erhebliche Zunahme gesellschaftlicher Spannungen. Es ist höchste Zeit, uns über die Möglichkeiten und Risiken bewusster zu werden und kooperativ nach menschen-, wirtschafts- und gesellschaftsdienlichen Lösungen zu suchen."

Prof. Peter Dabrock, Universität Nürnberg-Erlangen und Vorsitzender des Deutschen Ethikrats

Über alle "Kanäle" erreichbar!

Franziska Eder und Tilmann Schöberl freuen sich auf die Diskussion!

Sie können sich jederzeit auch online an der Diskussion beteiligen: Schreiben Sie uns Ihre Meinung als Kommentar hier auf unserer Homepage oder als E-Mail an jetztredi@br.de. Oder diskutieren Sie mit in den sozialen Medien. Immer her mit Ihren Kommentaren, Meinungen, Lösungsansätzen! Und im Netz gibt es Sendezeitverlängerung: Da geht es nach 21 Uhr noch 15 Minuten weiter.


7

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Rado Musielak, Mittwoch, 09.Oktober 2019, 21:18 Uhr

15. Exzellenz in KI

... werden wir in Deutschland nicht mehr erreichen. Das Thema haben wir - sicherlich auch kulturell bedingt durch die „German Angst“ - verpennt. KI ist aber auch nur ein Stückchen Code aus dem man neue Wertschöpfung gewinnen kann. Z.B der deutsche BMW mit amerikanischer KI. Manchmal vergessen wir dass Globalisierung auch großartige Chancen bietet. Jeder konzentriert sich einfach auf das was er besonders gut kann; dann wird alles gut.

Bast Ingrid, Mittwoch, 09.Oktober 2019, 21:11 Uhr

14. KI

Ich glaube nicht, daß wir es nötig haben, immer mehr und vor allem immer schneller zu produzieren.
Unsere Resourcen sind, wie wir festgestellt haben, leider begrenzt und die Welt hat auch nicht unbegrenzt Abnehmer.
In Zeiten des Klimawandels sollten wir uns eher darauf konzentrieren wieder mehr Menschlichkeit zu erlernen und achtsam mit Mensch und Natur umgehen.

Klara Preis, Mittwoch, 09.Oktober 2019, 21:02 Uhr

13. KI

Was passiert wenn sich die KI selbständig macht? Oder Bewegungsabläufe eigenständig verändert?
Oder von Kriminellen Menschen/Organisationen bewusst falsch programmiert wird?

Michael, Mittwoch, 09.Oktober 2019, 20:58 Uhr

12.


Ich wollte nur mal etwas positives berichten. Ich arbeite in einem großen Versandhandels Unternehmen in der nördlichen Oberpfalz und wir arbeiten mittlerweile mit mehreren Gymnasien und Realschulen in der Umgebung zusammen und halten dort Programmier-Kurse und Veranstaltungen um die Schüler für Informatik zu begeistern und unseren Softwareentwicklungs-Standort auf Dauer in der "Provinz" zu sichern.

Andreas Gleich, Mittwoch, 09.Oktober 2019, 20:46 Uhr

11. KI

Wer war schon einmal bei einem Turing test?
Echte KI gibt es noch nicht!
Und die Ki darf sich nie über die Menscheit erheben!