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"jetzt red i" in Essenbach Fünf vor Zwölf fürs Klima - Wie retten wir unsere Zukunft?

Steigende Temperaturen, Dürresommer, Starkregen: Die Folgen des Klimawandels sind längst auch in Bayern zu spüren. Wie kann die Politik unser Klima schützen? Was muss jeder Einzelne tun?

Stand: 04.12.2019

Am Montag beginnt die UN-Weltklimakonferenz in Madrid. Mehr als 25.000 Teilnehmer aus aller Welt kommen zusammen, um das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Erderwärmung und den Klimawandel zu besprechen.

Die Zeit drängt - die Jugend auch

Um den Druck auf die Politiker zu erhöhen, hat die „Fridays for Future“ Bewegung für Freitag, 29.11., zum globalen Klimastreik aufgerufen. Auch in Bayern werden an diesem Tag wieder Zehntausende auf die Straße gehen. Nicht nur in München, Regensburg oder Landshut, auch in kleineren Orten wie z.B. in Vilsbiburg wollen die Menschen demonstrieren. Längst sind es nicht mehr nur die Schüler, sondern auch Studenten, Eltern und Großeltern, die sich an den „Fridays for Future“ Protesten beteiligen.

Die Bayerische Staatsregierung hat - laut Ministerpräsident Markus Söder - das „modernste Klimaschutz-Konzept weit und breit“ beschlossen. Der Opposition geht das aber nicht weit genug: „Das wohlhabendste Bundesland leistet sich das armseligste Klimaschutzpaket und stiehlt sich damit aus seiner Verantwortung“, so Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann.

Was kostet uns der Klimawandel?

Doch viele sehen die beschlossenen Maßnahmen zur Klimapolitik auch kritisch. Sie fürchten, dass die hohen Kosten auf die Bürger abgewälzt werden - z.B. über die Co2-Steuer. Landwirte kritisieren zu strenge Dünge- und Artenschutzvorgaben, sie haben Angst um ihre Zukunft. Und die bayerische Automobilindustrie warnt vor Arbeitsplatzverlusten, wenn ihr noch mehr Klimaschutzauflagen gemacht werden. Höhere Stromkosten werden Verbraucher und Industrie belasten.    

Wie kann die Politik unser Klima schützen? Was muss jeder Einzelne tun? Gefährdet zu viel Klimaschutz die bayerische Wirtschaft?

Darüber diskutieren bei „jetzt red i“ Bürgerinnen und Bürger mit der Landtagsabgeordneten Eva Lettenbauer, Vorsitzende Bündnis 90/DieGrünen Bayern und Christian Doleschal, Vorsitzender der Jungen Union in Bayern und Europaabgeordneter.

"Es geht um nichts weniger, als unsere Lebensgrundlage zu retten. Der Aufschrei der jungen Menschen ist wichtig, doch jetzt müssen auch Taten folgen. Leider versagen hier die Regierungen in Bund und Land auf ganzer Linie."

Eva Lettenbauer, MdL und Vorsitzende Bündnis90/DieGrünen Bayern

Christian Doleschal | Bild: Christian Doleschal

"Klimaschutz ist das Top-Thema unserer Zeit - wir stehen für Klimaschutz durch Innovationen und Investitionen und wollen Verbote für die Bürger verhindern. Es gibt keine einfache Antwort auf eine so hochkomplexe Frage. Gesellschaft, Politik, Industrie und Landwirtschaft müssen alle an einem Strang ziehen für mehr Regionalität und Nachhaltigkeit."

Christian Doleschal, MdEP, JU-Vorsitzender Bayern

Über alle "Kanäle" erreichbar!

Sie können sich jederzeit auch online an der Diskussion beteiligen: Schreiben Sie uns Ihre Meinung als Kommentar hier auf unserer Homepage oder als E-Mail an jetztredi@br.de. Oder diskutieren Sie mit in den sozialen Medien. Immer her mit Ihren Kommentaren, Meinungen, Lösungsansätzen!

Franziska Eder und Tilmann Schöberl freuen sich auf die Diskussion!


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Sonja Bauch, Mittwoch, 04.Dezember 2019, 21:11 Uhr

25. CO2- Preis

Die Grünen fordern für Deutschland einen CO2-Preis von 60 Euro, der jährlich um 20 Euro ansteigen soll. Nun die Frage an Frau Lettenbauer. Um wie viel steigen dann die allgemeinen Lebenshaltungskosten bei uns und um wie viel sinkt gleichzeitig die Welttemperatur?

Walter Munz, Mittwoch, 04.Dezember 2019, 20:58 Uhr

24. Pfaffenhofen möchte 100% seines Stroms Klimaneutral produzieren

Sehr geehrt Damen und Herren,
Pfaffenhofen an der Ilm hat ein neuartiges Stromerzeugungssystem und es scheitert an € 240.000.- , die sie selbst für die Erzeugung des Stroms zahlen müssen.
Niemand von der Politik hilft ihnen!
die CSU hat die Unterstützung abgelehnt.
MfG

Alois Hollinger, Mittwoch, 04.Dezember 2019, 20:57 Uhr

23. Überangebot und Überproduktion damit verbundene Energieverschwendung

Heutzutage wird viel mehr produziert als wirklich benötigt wird sprich Obst Gemüse Fleisch und Milchprodukte die bis Ladenschluss als volles Sortiment in den Theken liegen
Warum müssen Tiere sterben für den Müll?

Michael , Mittwoch, 04.Dezember 2019, 20:52 Uhr

22. Fridays for future

Die Friday for future Generation soll erst einmal arbeiten. Welcher normale kann es sich leisten jeden Freitag "blau" zu machen?

Christian Buchner, Mittwoch, 04.Dezember 2019, 20:50 Uhr

21. Klimapaket

Keines der Klimamodelle des IPCC können kanm die Vergangenheit reproduzieren und alle Modelle liegen alle weit über den Ist Temperaturen.
Das bedeutet, CO2 hat nur einen geringeren Einfluss und die ganze Panik ist unbegründet. Nicht falsch verstehen, ich bin voll für den Umweltschutz, aber das was hier abgeht , hat religiöse Züge.