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"jetzt red i" aus Freising Corona-Frust: Wie leben mit der neuen Normalität?

Corona hat unser Leben immer noch fest im Griff. Wer vor ein paar Wochen geglaubt hat, das Schlimmste sei bereits überstanden, wird jetzt eines Besseren belehrt: Die Infektionszahlen steigen stark – besonders in Bayern. Bei vielen wächst die Sorge vor einer zweiten Welle.

Stand: 09.09.2020

Ein Grund für die steigenden Infektionszahlen sind die vielen Urlauber, die sich in den Sommerferien mit Corona angesteckt haben. Ministerpräsident Markus Söder geht deshalb sehr vorsichtig mit weiteren Lockerungen um. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger ist mit dem Krisenmanagement der Regierung zufrieden, doch so mancher hadert mit der Masken- und Abstandspflicht und will sich nicht mit der „neuen Normalität“ abfinden. 

Auch wenn die Konjunktur insgesamt etwas anzieht, gibt es zahlreiche Unternehmen, die um ihre Zukunft fürchten: Klubs und Discos müssen weiterhin geschlossen bleiben, die Umsätze der Reisebranche sind eingebrochen und der Einzelhandel beklagt große Verluste. Auch in der Gastronomie ist die Verunsicherung groß, wie sich das Geschäft entwickelt, wenn die warmen Spätsommerabende bald vorbei sind.

"Anpacken statt Abwarten ist die bayerische Antwort auf die Transformation in wichtigen Branchen, die sich durch die Coronakrise beschleunigt hat. Wir werden jetzt gezielt auf die Pferde setzen, die unsere Kutsche morgen ziehen werden und den Wohlstand in Bayern voranbringen."

Hubert Aiwanger, Bayerischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident

"Wir müssen lernen, mittelfristig mit Corona zu leben. Dabei gilt: Der Staat muss die Freiheit seiner Bürger genauso schützen wie ihre Gesundheit. Wer mit einem zweiten Lockdown droht, handelt fahrlässig."

Martin Hagen, FDP-Fraktionschef im Bayerischen Landtag

Diskutieren Sie mit...

Was erwartet uns, wenn im Herbst noch mehr Menschen am Corona-Virus erkranken – zusätzlich zu den üblichen Grippefällen? Wird unser öffentliches Leben dann wieder heruntergefahren? Könnte die Wirtschaft einen zweiten Lockdown überhaupt überstehen? Und wie würde die Gesellschaft auf eine erneute Einschränkung der Grundrechte reagieren? 

Über diese und andere Fragen diskutieren bei „jetzt red i“ Bürgerinnen und Bürger live mit Hubert Aiwanger, Bayerischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident (Freie Wähler) und Martin Hagen, FDP-Fraktionschef im Bayerischen Landtag.

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Oliver Hübler, Donnerstag, 17.September 2020, 20:08 Uhr

27. Sendung ?????

Ich bin immer noch fassungslos über die Äußerungen der Politiker in dieser Runde. Planung für eine zweite Welle Fehlanzeige. Die Kliniken bleiben wohl sich selbst überlassen.

Martina Rötzer, Mittwoch, 16.September 2020, 23:32 Uhr

26. Normalität

Leider entstehen momentan Begriffe wie „Alltagsmasken“ und „neue Normalität“. Es gibt eine „Mund-Nasenbedeckung“ die aber nicht der Alltag bleiben soll, und es gibt kein neues Normal, sondern einen momentanen Ausnahmezustand, der sich schleunigstens wieder in den Normalzustand umkehren sollte, wenn nicht das ganze Land damit bankrott gehen soll.
Manchmal denke ich für mich, dieses Angst einflößen und Meinungen unterbinden erinnert mich sehr an Erzählungen aus früheren Zeiten.
Es heißt ja immer, dass sich Geschichte angeblich wiederholt. Und so lange die Medien da mitspielen, ist die Gefahr dafür größer.
Ich finde es unverantwortlich, ein Volk dauerhaft in Angst und Schrecken zu versetzen

Walter Bieber, Mittwoch, 16.September 2020, 21:27 Uhr

25. Corona und die Folgen

Sehr geehrte Damen und Herren,

könnnte man die Schulwegprobleme mit zusätzlichen Bussen etwas auflockern, wenn man die örtlichen Busunternehmen der

Reisebranche mit einbinden könnte. Die Reisebranche liegt ja fast am Boden. Es sind bestimmt viele Busse im Leerstand.

Damit würde das Gedränge in den Schulbussen entzerrt und das Stehen im Bus evtl. stark reduziert werden.

Natürlich ist dann eine Regelung erforderlich, um einen Fahrplan nach Zeiten und Haltestellen zu erstellen.

Dabei könnten manche Busunternehmer die schlechte Zeit überstehen.

mit freundlichen Grüßen

Walter Bieber
Falkensteinstraße 4
86836 Untermeitingen
08232/996900

Michael, Mittwoch, 16.September 2020, 21:22 Uhr

24. Mehrwertsteuersenkung

Wie kann ich in einem Satz sagen, dass wir kein Geld haben, um Pfleger (und auch Erzieher) besser zu bezahlen, und ein paar Minuten schmeiße ich das Geld aus dem Fenster, indem ich einen dauerhaft niedrigen Mehrwertsteuersatz fordere!!!
Vielleicht nehmen wir das Geld, das wir in Bayern erwirtschaften und setzen es bei uns im Land sinnvoll ein, anstatt es nach Berlin zu überweisen, dass sie Milliarden in ihren Flughafen versenken

Alexander Herrmann, Mittwoch, 16.September 2020, 21:14 Uhr

23. Reisebranche

Zunächst halte ich die Sendezeit, den dadurch entstehenden Zeitdruck, für diese Art von Sendung katastrophal.
Interviewpartner können kaum ansatzweise deren Anliegen formulieren.

Ich leitete bis Jahresanfang 4 Unternehmen, welche deren tägliches Brot in der Touristik verdient hatten.
Zwei Firmen wurden mittlerweilen in die Insolvenz getrieben.
Für die beiden noch bestehenden Unternehmen besteht nur eine sehr verhaltene Perspektive.

Wenn die Politik nicht schnellstens wieder für Bodenhaftung sorgt,
die eigenen Statistikzahlen (verstorbene Mensche, welche schon einmal Covid 19 hatten) nicht richtig interpretiert
und statt Panik Gelassenheit verbreitet,
dann werde nicht nur ich, sonder viele andere Betriebe
und nicht nur in der Touristik tätige,
deren gesamte Geschäftsgrundlage verlieren!
Ganz zu schweigen von dem Scherbenhaufen, welcher an die nächste Generation vererbt wird.

  • Antwort von Rosi Freitag, Mittwoch, 16.September, 21:24 Uhr

    Ich kann ihnen in allen Punkten nur zustimmen! Das dicke Ende bzw. das wirtschaftliche Desaster wird erst noch komnen. Davor habe ich große Angst.