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Das Minitrampolin Hüpfend ganz schnell fit werden!

Im Sommer steht es in fast jedem Garten – das Trampolin. Meist turnen Kinder darauf herum, dabei ist das Gerät nicht nur etwas für junge Hüpfer. Auch älteren Semestern kann es ordentlich auf die Sprünge helfen. Dabei kommt das Gerät nicht nur beim Fitnesstraining zum Einsatz, auch im medizinischen Bereich findet es seine Anwendung.

Von: Robert Grantner und Julia Häglsperger

Stand: 12.02.2016

Minitrampolin | Bild: colourbox.com

Der Schweiß fließt. Seit einer guten halben Stunde schwingt und hüpft die Fitnessgruppe in Dachau auf den Minitrampolinen. 10 Minuten auf dem Minitrampolin entsprechen dabei einer halben Stunde Joggen – das hat die NASA erforscht. Die Gesundheitswirkungen des Minitrampolins nutzen Astronauten zum Aufbautraining nach ihrer Rückkehr aus dem Weltraum. Zum ersten Mal beim Trampolin-Workout mit dabei ist der 25-jährige Benny.

"Es ist anstrengender als gedacht. Man merkt, es scheint was zu bringen."

Benny, Trampolin-Neuling

Auszeit beim Hüpfen

"Es ist in den letzten Jahren ein richtiger Hype um das Fitnessgerät entstanden. Heutzutage ist es so, dass der Alltag so viel Stress mit sich bringt und wir eigentlich immer versuchen, immer mehr reinzupacken. Und die Teilnehmer genießen deshalb dieses Gefühl der Schwerelosigkeit und empfinden diese Zeit auf dem Trampolin als Auszeit!"

Yvonne Hyna, Fitnesstrainerin, Dachau

Fitnesstrainerin Yvonne Hyna leitet den Kurs. Für sie ist das Trampolin ein wahres Wundergerät. Der ganz große Vorteil: Das Training auf dem Trampolin ist gelenkschonend. Nur etwa ein Drittel so stark wie beim normalen Laufen werden Gelenke und Bandscheiben belastet.

Trampolin: hoher Effekt in sehr kurzer Zeit

Außerdem ist das Training sehr effektiv: Das Vierfache des Körpergewichts schwingt in die Matte und zurück. Die Muskeln werden etwa 120-mal pro Minute an- bzw. entspannt und dadurch jede Muskelzelle des Körpers gekräftigt. Doch nicht nur als Fitnessgerät kommt das Minitrampolin zum Einsatz, auch in der Physiotherapie findet es seine Anwendung.

Verletzte Bandscheiben, Muskeln und Sehnen – das Trampolin hilft

"Die Patienten gehen gerne auf das Trampolin und spüren auch, dass sie Erfolg damit haben. Wenn ich jetzt in der Orthopädie zum Beispiel Patienten auf das Trampolin stelle, dann behandle ich Gelenke oder Muskelsehnen, Bänderverletzungen, Wirbelsäule, Bandscheibenschäden. Und da spüren die Patienten, wenn sie das ein paar Mal machen, dass ihnen das gut tut."

Gabriele Gerg-Dürr, Physiotherapeutin, München

Seit einer misslungenen Operation vor einigen Jahren hat Elisabeth Thoma Probleme mit ihrem Knie. Lange hat sie nach der richtigen Therapie gesucht – bis ihre Physiotherapeutin Gabriele Gerg-Dürr ihr das Minitrampolin als Therapieform anbot.

"Ich merke wirklich, wenn wir auf dem Boden oder auf der Matte sind – und hier habe ich eben die Abfederung. Und das ist sehr hilfreich und ich bin echt froh, dass wir das so machen!"

Elisabeth Thoma

Trampolin: Was Sie wissen sollten

Tipps für den Trampolinkauf

  • Der Rand sollte gut gepolstert sein
  • Scharfe Ecken und Kanten sollten abgedeckt sein
  • Die Federung sollte nicht zu hart eingestellt werden, da sonst der Aufprall nicht genügend abgefangen wird
  • Ein Durchmesser von einem Meter reicht völlig aus
  • Ein hochwertiges Modell kostet 170 bis 200 Euro

Für wen ist das Minitrampolin-Training geeignet?

Für das Training auf dem Minitrampolin gibt es übrigens keine Altersbeschränkungen.
Wer sich nicht mehr ganz sicher fühlt: Es gibt auch Minitrampoline mit Haltestangen.

Wer sollte vorsichtig sein?


Vorsicht: Bei bestimmten Erkrankungen eignet sich das Trampolin nicht als Fitnessgerät. Das sind zum Beispiel:

  • starke Osteoporose,
  • akute entzündliche Erkrankungen oder
  • starker Schwindel

Wenn diese Beschwerden jedoch ausgeschlossen sind, steht dem Schwingen und Hüpfen nichts mehr im Wege. Sei es als Fitnessgerät oder zur medizinischen Behandlung – das Minitrampolin schont die Gelenke und hält fit.


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