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Hypnose Ein kleiner Rückblick

Die ersten gut dokumentierten Versuche, Hypnose in der Medizin anzuwenden, gehen zurück auf das Jahr 1775 - auf den Exorzismus des Paters Johann Joseph Gassner und des vom Bodensee stammenden Arztes Franz Anton Mesmer. Dieser wurde so berühmt, dass seine Methode nach ihm Mesmerismus benannt wurde.

Stand: 25.11.2014

Hypnotiseur | Bild: picture-alliance/dpa

Hypnose als Betäubungsmittel

Im 19. Jahrhundert benutzten vor allem britische Chirurgen die hypnotische Trance. Es war der Brite James Braid, der diese Technik nach Hypnos, dem griechischen Gott des Schlafes, benannte. 1850 wurden dann aber chemische Betäubungsmittel eingeführt und die Schulmedizin verlor das Interesse an der Hypnose.

Hypnose als Show

Rudi Carrell lässt sich bei einer Show hypnotisieren.

Berühmt dagegen wurden jene Bühnenhypnotiseure, die einem staunenden Publikum ihre scheinbar dämonischen Fähigkeiten vorführten. Diese Art der Hypnose bezeichnet man heute als autoritäre, als direktive, als suggestive Hypnose. Der Hypnotiseur versetzte eine Person in tiefe Trance, um ihr dann zu sagen, was sie zu tun oder lassen habe. Etwa 1970 entwickelte der amerikanische Psychologe Milton Erickson eine neue, moderne Form der Hypnotherapie. Sie gilt als antiautoritär: Der Mensch soll in Trance seine eigenen Wünsche und Fähigkeiten entdecken, der Hypnotiseur hilft dabei.


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