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Schlaganfall Die Zeit nach der Reha

Gehen, Sprechen, Erinnern – in der Reha machen Schlaganfall-Patienten meist große Fortschritte. Damit die bleiben, ist es wichtig, auch zuhause weiterzumachen.

Von: Kathrin Wiewe

Stand: 13.05.2018

Ein Gesundheits- und Krankenpfleger überprüft die Messinstrumente bei einem Schlaganfallpatienten. | Bild: dpa-Bildfunk/Angelika Warmuth

Reha-Kliniken bieten Patienten während eines stationären Aufenthaltes eine Vielzahl von Therapien an, damit diese ihre verlorenen Fähigkeiten so gut wie möglich wieder erlangen. Entscheidend für einen langanhaltenden Erfolg ist die regelmäßige Weiterführung der Therapien im Alltag danach.

Schlaganfall: Fortschritte sind noch Jahre danach möglich

Ein Schlaganfall lässt sich so nachweisen: An einer Schichtaufnahmen eines Gehirns, die mit einem Magnetresonanztomographen aufgenommen worden ist, zeigt ein Arzt auf einen Bereich, der durch einen Schlaganfall geschädigt ist.  | Bild: picture-alliance/dpa zum Thema Schlaganfall Leben am seidenen Faden

Jedes Jahr erleiden etwa 420.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall oder eine kurzfristige Hirndurchblutungsstörung. Die Chance, einen Schlaganfall zu überleben, hängt sehr von der Schwere des Schlaganfalls ab und von der raschen und richtigen Behandlung. [mehr]

Physio-, Ergotherapie und Logopädie trainieren Muskeln, Gelenke und das Sprechen und Sprachverständnis der Patienten. Ziel der Therapien ist es, Gehirnareale zu verknüpfen – gesunde Bereiche des Gehirns können Aufgaben übernehmen, die die Kranken nicht mehr durchführen können. Im allerbesten Fall können Schlaganfallbetroffene durch das regelmäßige Training wieder sprechen lernen und sich bewegen wie zuvor.

Fortschritte sind noch Monate und Jahre nach einem Schlaganfall möglich. Bleibt die Therapie oder privates regelmäßiges Üben jedoch aus, kann sich ein einmal erreichter Ist-Zustand verschlechtern.

Wichtig ist außerdem, dass Schlaganfallbetroffene weiterhin am Alltag teilnehmen und den Kontakt zu ihrer Umwelt halten. In vielen Orten bieten ehemalige Betroffene Selbsthilfe-Gruppen an, um sich gegenseitig Tipps zu geben und Mut zu machen


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