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Vielseitige Kampfsportart Judo – gut für Körper und Geist

Judo bedeutet "sanft nachgeben" und ist ein Ganzkörpertraining für jedes Alter. Wer die Kampfsportart praktiziert, fühlt sich meist beweglicher und auch sicherer im Alltag.

Von: Agnieszka Schneider

Stand: 09.05.2022

Judo ist eine vielseitige Ausbildung von Koordination, Kräftigung und Übungen für das Herz-Kreislauf-System. Der Körper wird beidseitig trainiert. Die Folge: Wer Judo macht, ist beweglicher und fühlt sich sicherer.

Judo – ein Sport für jedes Alter

Rainer Neumaier ist dem Judo verfallen, seit er ein Kind war.

Physiotherapeut Rainer Neumaier stand mit drei Jahren zum ersten Mal auf der Judomatte. Seine Mutter war bereits Bayerische Meisterin.

Seit seinen Anfängen im Kindergartenalter hat ihn dieser Sport nie mehr losgelassen. Vielen in seiner Familie geht es genauso – selbst Vater Erwin, der mit 72 noch nicht vom Judo lassen kann. Er muss in seinem Alter natürlich etwas vorsichtiger agieren, aber noch geht es wunderbar.

67 Wurftechniken – Balance ist alles

Es gibt 67 Wurftechniken mit Namen wie O-soto-gari oder Harai-goshi. Dafür muss man lernen, wie man auf einem Bein steht und die eigene Balance hält. Zudem sollte man seinen Rumpf unter Kontrolle haben und den Gegner mit Kraft zu Boden bringen – ihm also die Balance nehmen und ihn somit kampfunfähig machen.

Spannend beim Judo: Hier zählt nicht die Muskelkraft. Das Finden der richtigen Technik führt zum Erfolg.

Richtiges Fallen: Der Kopf muss geschützt sein

Sturzprophylaxe: Kopf und Rumpf müssen bei Würfen immer geschützt sein.

Wichtig ist auch das richtige Fallen, Stichwort Sturzprophylaxe. Bei allen Techniken, die im Stand beginnen, muss man zusehen, dass man in alle Richtungen weich fällt, um sich nicht weh zu tun und den Kopf zu schützen.

Traditionell sind weiß und blau die Pflichtfarben bei den Judo-Anzügen, Judogi genannt. So können die Partner bei den Wettkämpfen besser unterschieden werden. Schläge, Tritte und Stöße sind dabei verboten.

Achtung vor bestimmten Wurftechniken

Die wachsenden Fähigkeiten des Judoka werden in den Farben des Gürtels ausgedrückt. Der schwarze ist ein Meister-Grad.

Was bei aller Faszination nicht außer Acht gelassen werden darf: Bestimmte Wurftechniken beanspruchen den Bewegungsapparat stark. Bei Einschränkungen sollte man sich ärztlichen Rat holen.


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