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Docs auf Schicht In der Regensburger Kinderklinik St. Hedwig

Gesundheit! zu Besuch in der Kinderklinik St. Hedwig in Regensburg. Von der Notaufnahme über die Neugeborenenstation bis hin zum kinderchirurgischen OP-Saal: Gesundheit! begleitet die Ärztinnen und Ärzte einen Tag lang auf Schritt und Tritt bei ihrem Einsatz.

Von: Florian Heinhold

Stand: 21.05.2019

07:00 Uhr: Morgenvisite für die Ärzte um Chefarzt Dr. Christian Knorr der Kinderklinik St. Hedwig in Regensburg. Von Knochenbrüchen über innere Erkrankungen bis hin zu aufwendigen OPs stehen für die Ärzte alle möglichen Krankheiten und Verletzungen zur Behandlung an mit Jugendlichen bis hin zu gerade neugeborenen Patienten.

Morgenvisite auf der Neugeborenenstation

Ein fester Bestandteil der Visite ist die Neugeborenenstation. Bei der Geburt des kleinen Noah gab es eine schwere Komplikation. 

"Noah leidet an einer angeborenen Zwerchfelllücke. Das heißt, dass das Zwerchfell bei der Geburt nicht ganz verschlossen war und somit der Darm und auch die Milz in den Brustraum gerückt sind."

PD Dr. med. Christian Knorr, Kinderchirurgie, Klinik St. Hedwig, Regensburg

Noah musste schon drei Tage nach der Geburt operiert werden, für die Eltern eine schwierige Zeit des Hoffens und Bangens. Doch den Ärzten ist es gelungen, Noahs Organe wieder an die richtige Stelle zu rücken.

"Seitdem geht es Noah auch jeden Tag deutlich besser. Und er ist jetzt auch schon ernährt und trinkt selbständig."

PD Dr. med. Christian Knorr, Kinderchirurgie, Klinik St. Hedwig, Regensburg

Notaufnahme: vom Sturz zum Gips

In der Notaufnahme treffen wir Meryem. Die Schülerin ist beim Fußballspielen gestürzt. Dr. Anja Schmidt kümmert sich um sie. Dass Meryems Arm gebrochen ist, wird in der Untersuchung schnell klar. Die große Frage ist: Muss die Schülerin operiert werden? Das ist zum Beispiel dann nötig, wenn Nerven betroffen sind. NAchdem sie das Röntgenbild gesehen hat, kann Dr. Schmidt Entwarnung geben.

"Gebrochen ist der Arm. Aber der Bruch ist nicht so dramatisch, wie es zunächst aussah."

Dr. med. Anja Schmidt, Klinik St. Hedwig, Regensburg

Meryem braucht nur einen Gips, dann darf sie nach Hause. Plötzlich wird es hektisch in der Notaufnahme.

Der Notarzt bringt einen verletzten Jungen – wieder ein Armbruch. Alexander ist von einem Traktoranhänger gefallen. Die Eltern sind eilig in die Klinik gekommen. Das Röntgenbild zeigt mehrere Brüche.  

"Außerdem ist der Unterarm aus dem Gelenk herausgesprungen. Man muss diesen Bruch schnell operieren, auch weil Alexander erzählt hat, dass er einen Finger nicht mehr spürt."

Dr. med. Anja Schmidt, Klinik St. Hedwig, Regensburg

Eingeschlafene Finger sind bei einem Armbruch ein kritisches Zeichen. Alexander muss in den OP.

Im OP-Saal: ein komplizierter Eingriff

Bevor Alexander die Narkose bekommt, soll er an etwas Schönes denken, damit er gut träumt. Alex entscheidet sich fürs Bulldogfahren. Dann geht es los. Raphael Hofbauer und Dr. Patrick Sperling müssen zunächst das ausgekugelte Gelenk wieder einrenken.

Doch das klappt nicht sofort. Durch den Bruch hat sich ein Knochensplitter gelöst. Das abgebrochene Knochenstück liegt im Gelenk, wodurch die OP unerwartet kompliziert wird. Sobald das abgesplitterte Stück entfernt ist, gelingt es, den Arm wieder einzurenken. Dann muss das Knochenfragment exakt an die richtige Stelle gesetzt werden, damit der Bruch gut verheilen kann.

Am nächsten Tag schauen wir noch einmal, wie es Alexander nach der Operation geht. Er ist schon wieder bestens drauf und freut sich auf einen Hamburger, wenn er endlich wieder aus dem Krankenhaus endlassen wird. Nach einem spannenden Tag verlassen wir die Kinderklinik. Bald geht Gesundheit! wieder mit den Docs auf Schicht.


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