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Adventsgrillen Steckerlfisch und Grillgemüse mitten im Winter

Das Lagerfeuer knistert, das Steak brutzelt und der Grillkäse schmilzt langsam. Falsche Jahreszeit? Ganz im Gegenteil. Grillen im Winter - oder sogar Adventsgrillen - liegt voll im Trend.

Von: Manuel Steiger, Kathrin Wiewe

Stand: 09.12.2019

Tricks gegen den Frost von unten

Wer grillen möchte, der braucht natürlich zunächst einmal ein Feuer. Foodbloggerin Lisana Hartl schwört auf eine Isolation aus Sägespänen, gegen den Frost von unten. Dann das Holz aufschichten - im sogenannten Pagodenverfahren. Ein Wintergrill-Tipp: Holzkohle-Briketts unten ins Lagerfeuer. Briketts speichern die Hitze, die Herausforderung beim Wintergrillen. Auch ein Deckel auf dem Grill kann hier helfen. Als nachhaltige Anzünder dienen Zapfen, die in geschmolzene Kerzenreste getunkt werden.

"Das ist eigentlich viel schöner, als wenn einer hinten in der Ecke steht am Grill. Und dreht sein einsames Würstchen. Und die anderen sitzen am Esstisch. Dann finde ich es eigentlich viel schöner wenn alles in der Mitte passiert."

Foodbloggerin Lisana Hartl

Adventsmenü: Steckerlfisch mit Gemüse

Das Gemüse wird im Feuertopf gegart und ist Beilage zum Steckerlfisch. Im Winter kann man auf dem Bauernmarkt frisches Wintergemüse kaufen, alte Sorten, wie zum Beispiel gelbe Beete. Sie ist etwas milder als die normale rote Beete. Gelbe Beete enthält neben Vitamin B, Eisen und Folsäure auch Vitamin C. Ist also gerade im Winter gut fürs Immunsystem.

Als Steckerlfisch eignen sich vor allem sehr fettige Fische, wie Lachs oder Forelle. Der Fisch enthält Omega 3 Fettsäuren. Diese tragen zu einer besseren Funktion des Gehirns bei. Würzen kann man den Fisch mit Öl, Salz und Pfeffer. Für rund 20 Minuten kommt er dann übers Feuer. Regelmäßiges wenden sollte man nicht vergessen.

Genauso wichtig, wie gutes Essen, sind Treffen mit lieben Menschen. Gerade in der Vorweihnachtszeit bietet es sich an, zusammenzukommen. Das trägt vor allem zur seelischen Gesundheit bei.

Gebrannte Mandeln und Bratapfel als Dessert

Gebrannte Mandeln sorgen für den richtig weihnachtlichen Geschmack. In der gusseiserne Pfanne wird Zucker geschmolzen. Foodbloggerin Lisana gibt noch einen Schluck Wasser dazu. Dann braucht es ein wenig Geduld. Bereit ist die süße Versuchung, wenn der Zucker Blasen wirft.

"Damit es so richtig schön weihnachtlich wird, verwende ich nicht nur Zimt, sondern ich nehme Lebkuchengewürz. Damit es richtig toll duftet. Und lecker nach Weihnachten schmeckt."

Foodbloggerin Lisana Hartl

Die Äpfel am besten schälen, so werden sie nach dem Braten noch weicher. Gewälzt werden sie nach dem Entkernen erst in flüssiger Butter und dann in einer Nussmischung. Fast eine Stunde müssen die Äpfel im Topf garen. Eher sauere Sorten, wie Brettacher und Boskop, bleiben auch im Lagerfeuer ein bisschen fester. Sie eignen sich gut als Bratäpfel.


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