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Zwetschgenzeit Datschi backen mit dem Schmidt Max

Wie jetzt? Hefe- oder Mürbteig? Vom Blech oder aus der Springform? Mit Streuseln oder Zimtzucker? Beim Datschi scheiden sich die Geister, der Streit um den Richtigen geht quer durch Bayern. Der Schmidt Max hat sich durchgetestet…

Stand: 05.09.2019 | Archiv

Kommt er auf den Tisch, muss man schnell sein. Ob mit Streusel oder ohne, mit Sahne oder Zimtzucker, der Zwetschgendatschi ist sehr beliebt bei Alt und Jung. Allerdings hat jeder seinen ganz speziellen Favoriten. Einig sind sich alle nur bei der wichtigsten Zutat: Zwetschgen und auf keinen Fall Pflaumen. Aber selbst frisch oder eingefroren ist schon Geschmacksache. Und dann erst der Boden. Der Max hat beide getestet - Hefe- und Mürbteig...

Der Luftige

In Franken, in Mönchsondheim backen Christa, Lisbeth und Ilse mit dem Max den Zwetschgen-Blootz mit einem Hefeteig.

Der Mürbe

Die Schwestern  Moni und Elisabeth in Kempten lieben ihren Datschi mit Mürbteig und Streuseln.

Datschi und Blootz – eine kleine Namenskunde

Blootz heißt er in Franken, im restlichen Bayern sagen sie Datschi. Das leitet sich ab von "detschen" oder "datschen" , was so viel bedeutet wie hineindrücken - und zwar die Zwetschgen in den Teig.
Und der Blootz? Der hat seinen Namen von der Form des Gebäcks, einem flachen Teig. Plotz ist der Platz, flach und eben. Im Fränkischen eben der Blootz.

Ausflugstipp

EIn Ausflug nach Mönchsondheim lohnt sich nicht nur für einen Zwetschgen-Blootz. Besuchen sollten Sie auf jeden Fall ein ganz besonderes Freilandmuseum - das Kirchenburgmuseum.

"Kirchenburg, Wirtshaus, Rathaus, Schulhaus, Krämerladen und noch weitere Gebäude bilden ein Freilandmuseum, das in der Fachwelt größte Wertschätzung genießt. Denn hier stehen alle Bauwerke noch am ursprünglichen Platz, sind also nicht umgesetzt, und zeigen das unverfälschte Bild eines historisch gewachsenen mainfränkischen Dorfplatzes. Obwohl nicht wenige Gebäude für Museumszwecke genutzt werden, hat sich eine lebendige und rührige Dorfgemeinschaft erhalten."

Reinhard Hüßner, Museumsdirektor


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