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Tremitische Inseln Unbekanntes Italien zum Verlieben

Eine kleine Inselgruppe in der Adria, die kaum einer kennt: das sind die Isole Tremiti. Glasklares Wasser, perfekte Halbmondbuchten, geheimnisvolle Grotten. Ein bißchen wie Capri, nur schöner und unbekannter. Und vor allem - man spricht (fast) nicht Deutsch. Der Max hat sich durchgeschlagen...

Stand: 15.07.2018

Wie Capri - nur schöner

Wunderschöne Inseln  vor dem Sporn des italienischen Stiefels und erstaunlich unbekannt: die Tremitischen Inseln.
San Domino, die größte kleine Insel des Archipels, ist immerhin 2,8 Kilometer lang und 1,7 Kilometer breit. Hat etwa 200 Einwohner, ein paar Hotels und Pensionen, zwei Campingplätze,  zwei Diskotheken und Geschäfte - und den Schmidt Max als Gast. Gegenüber liegt San Nicola, die zweite bewohnte der Isole Trimiti, das historische Zentrum des kleinen Inselreiches: hier ragt die gewaltige Abtei Santa Maria a Mare aus der smaragdgrünen Adria. Zu den Inseln gehören außerdem die unbewohnten Capraia, Cretaccio, Vecchia und Pianosa. Seit 1996 sind sie Teil des Parco Nazionale del Gargano - also Naturschutzgebiet.

Alle Farben blau

Eine Tagesreise von München entfernt gibt es hier noch das Italien der 60er Jahre. Beschauliches Dorfleben, (fast) autofreie Stille und kaum jemanden, der Deutsch spricht. Auf die Inseln gelangt man von Foggia aus mit dem Helikopter oder mit der Fähre - von Vieste, Termoli, Peschichi, Rodi Garganico, Manfredonia, Ortona und Vasto aus.

Der Schmidt Max hat das (noch) geheime Paradies erkundet - zu Fuß und mit dem Boot. Halbmondförmige Buchten wie die Cala Matano, Cala Tramontana, Cala dello Spido, Cala del Sale, geheimnisvolle Grotten wie die Grotta delle Viole, Grotta del Bue marino oder die Grotta del Sale. Schließlich den einzigen Sandstrand auf San Domino - die Cala delle Arene. Und das Nachtleben in der Freiluftdisco. Die Insel ist heute das touristische Zentrum des Archipels.

Auf San Nicola gibt es nur einige Privatzimmer, hauptsächlich Tagestouristen - und die historischen Ursprünge des Inselreiches. Diomedes, Gefährte des Odysseus im trojanischen Krieg, hat hier gesiedelt. In der Antike hießen die Inseln nach ihm auch die Insulae Diomedae. Kaiser Augustus wählte San Nicola als Exil für seine sittenlose Enkelin Julia, im 9. Jahrhundert gründeten die Benediktiner hier die gewaltige Festungsabtei Santa Maria a Mare. Unter Benito Musolini wurde die Insel zur Strafkolonie für Antifaschisten. In den 50er Jahren entdeckten dann Hippies und Aussteiger das Paradies für sich und - für den Tourismus.

Max' Resümee

Die Isole Tremiti sind kein Platz mit tausend Sehenswürdigkeiten oder einem schillernden Nachtleben. Wer aber viel Wasser, keinen Sandstrand, Stille und ein kleines Dorfleben mag, ist hier gut aufgehoben. Wenn er Italienisch kann - Deutsch spricht hier nämlich fast niemand ...

Weitere Informationen

Italienische Zentrale für Tourismus ENIT
069 - 23 74 34
frankfurt@enit.it


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