BR Fernsehen - freizeit


14

Radeln, Lesen, Höhlen erkunden Schmidt Max entdeckt die Ägadischen Inseln

Keine Hotelburgen, kein Lärm, keine Animation. Dafür Italien wie aus den 50er-Jahren. Das sind die Ägadischen Inseln, eine Inselgruppe vor der Westküste Siziliens: Favignana, Levanzo und Marettimo. Der Schmidt Max hat sie erkundet. Vom Boot aus und auf dem Rad…

Stand: 19.04.2019 | Archiv

Vor der Küste Siziliens, westliche von Trapani, liegt im thyrrhenischen Meer ein kleines, idyllisches Inselparadies: Der Archipel der Ägadischen Inseln besteht aus einigen kleineren Inseln und Felsen sowie drei großen Inseln – Favignana, Levanzo und Marettimo.  Die "Isole Egadi" sind eine Oase der Ruhe und jede der drei hat ihren ganz eigenen Charme.

Favignana – die Große

die Hauptinsel mit ihren 4000 Einwohnern, ist die größte und wichtigste der drei Inseln. Hier drehte sich einst alles um Thunfisch und Tuffstein. Der wird heute nur noch im Inselinneren abgebaut, um sizilianischer Kirchen und Barockpaläste zu restaurieren. Genauso verlassen wie die Tuffsteinbrüche ist die Tunfischkonservenfabrik. Seit 2008 gibt es auch keine Matanzza mehr. Die Hauptstadt, ebenfalls Favignana, hat einen kleinen Hafen, eine nette Altstadt, eine Barockkirche, ein paar Geschäfte und Cafes. Überragt wird sie von der verfallenen Festung Santa Caterina - ursprünglich als Wachturm von den Arabern gebaut, von den Normannen weiter ausgebaut und von den bourbonischen Königen schließlich als Gefängnis verwendet.
Und: Favignana hat kristallklares Wasser und wunderschöne Buchten und Sandstrände - Cala Rossa, Cala Azzurra, Lido Burrone.

Levanzo – die Stille

ist die kleinste der Ägadischen Inseln, gerade mal 5 Kilometer lang. Hier stellt sich für die knapp 100 Insulaner nur eine einzige Frage: Espresso in der Bar "Arcobaleno" oder in der Bar "Romano"? Beide direkt am Hafen in dem das Wasser so azurblau schimmert, dass man denkt, es wäre von unten beleuchtet. Ansonsten ist das Leben hier "einfach": ein Ort, eine Straße, ein Lebensmittelgeschäft, ein Bäcker und eine Sehenswürdigkeit - die Höhlenmalereien in der Grotta die Genovesi sind 15 000 Jahre alt und angeblich besser als die weltberühmten Malereien aus Altamira in Südfrankreich.
Sonst gibt es auf Levanzo herrlich wenig anderes zu tun als Wandern, Bootsausflüge, Schwimmen, Lesen und Essen.

Marettimo – die Bergige

ist die abgelegenste der Ägadischen Inseln, etwa 40 km draußen in der Straße von Sizilien, auf deren anderen Seite Afrika beginnt. Die Insel ist knapp acht Kilometer lang und etwa drei Kilometer breit. Auf Marettimo gibt es keine Autos, keine Straßen außerhalb des Hauptortes, dafür jede Menge Wanderwege und noch mehr Felsengrotten. Sehenswert sind besonders die Stalagmiten und Stalaktiten der Grotta Perciata.
Der Massentourismus ist auch auf Marettimo ausgeblieben und die Insel dafür ein Naturparadies geblieben.

Anreise

Flug nach Palermo
Weiter mit Bus (die Fahrt dauert etwa eine Stunde und kostet um die 10 Euro) oder Taxi nach Trapani.
Dort legt die Fähre ab – nach Favignana, Levanzo oder Marettimo.
Weitere Informationen:
Italienische Zentrale für Tourismus ENIT
069-259126
www.enit.de
Mehr Informationen und Bilder finden Sie auch unter VisitSicily.info


14