BR Fernsehen - Frankenschau


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Määkuh funkt SOS Aschaffenburger Kettenschiff gerettet?

Stand: 16.04.2021

Vor 120 Jahren ist die Määkuh in Aschaffenburg vom Stapel gelaufen. Unterhalb des Aschaffenburger Schlosses war eine Werftanlage errichtet worden. Acht dieser Kettenschiffe wurden hier zusammengesetzt. Die Bausätze kamen aus Dresden. Überlebt hat nur eine Määkuh. Die restlichen Dampfschleppschiffe wurden verschrottet. Der Name ist entstanden, weil das Dampfablassen wie das Muhen einer Kuh geklungen haben soll. Und der Main heißt auf gut fränkisch "Mää". Deshalb wurde das Schiff im Volksmund zur Määkuh. In 120 Jahren hat die Määkuh einiges erlebt. Bis 1936 fuhr sie als Schleppschiff. Später diente der Koloss als schwimmendes Restaurant, zeitweise war auch eine Bootsschule in dem eisernen Schiff untergebracht. 2009 schließlich drohte dem 50 Meter langen und sieben Meter breiten Kahn die Verschrottung. Inzwischen steht er zwar unter Denkmalschutz, rostet jedoch vor sich hin. Ein neues Museum in der Aschaffenburger Innenstadt erzählt die Geschichte der Määkühe.


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