BR Fernsehen - Dokumentarfilm


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Dokumentarfilm Wrong Elements - Kindersoldaten im Kongo

Aufwühlender Dokumentarfilm von Kult-Autor Jonathan Littell. Die Freunde Geofrey, Nighty und Michael wurden in Uganda als Teenager verschleppt und zu Kindersoldaten ausgebildet. Bei dem Versuch, sich wieder ein Leben in Normalität aufzubauen, kehren sie an die Orte ihrer gestohlenen Kindheit zurück. Sie sind Opfer und Mörder zugleich, Zeugen und Täter entsetzlicher Verbrechen, die sie selbst in ihrem ganzen Ausmaß kaum begreifen können.

Stand: 04.09.2019

Geoffrey. | Bild: BR/Benedicte Kurzen

Uganda, Ende der 80er-Jahre: Joseph Kony, ein junger Kämpfer aus dem Stamm der Ancholi, folgt seinen spirituellen Eingebungen und gründet eine Rebellenbewegung gegen die Regierung: die LRA, die Lord's Resistance Army.

Filminfo

Originaltitel: Wrong Elements - Kindersoldaten im Kongo (F/D/B, 2016)
Regie: Jonathan Littell
Länge: 130 Minuten
16:9, stereo, VT-UT

Es ist eine Armee, die sich aus entführten Jugendlichen rekrutiert – in 25 Jahren wurden mehr als 60.000 Jugendliche gefangen genommen, von denen weniger als die Hälfte den Dschungel lebend verlassen hat.

Geoffrey, Nighty, Mike und Lapisa sind Freunde. Sie gehören zu diesen Jugendlichen, sie wurden im Alter zwischen 12 und 13 entführt.

Eine Busch-Patrouille in der Zentralafrikanischen Republik.

Während sie jetzt versuchen, sich wieder ein normales Leben aufzubauen, besuchen sie noch einmal die Stätten und Orte, an denen ihre Kindheit verlorenging. Sie sind sowohl Opfer als auch Täter, Zeugen und Handelnde grauenhafter Szenen, und sie werden für immer die Fremdkörper bleiben, die die Gesellschaft zu akzeptieren versucht.

Unterdessen jagt die ugandische Armee im riesigen zentralafrikanischen Dschungel bis heute die letzten verstreuten Rebellen der LRA. Auch Joseph Kony ist noch da draußen und auf der Flucht.

Der deutsche Kinostart von "Wrong Elements - Kindersoldaten im Kongo" war im April 2017. Der Film hatte bei den internationalen Filmfestspielen in Cannes 2016 eine gefeierte Weltpremiere.

Der Schriftsteller Jonathan Littell, dessen preisgekröntes Opus Magnum "Die Wohlgesinnten" zu den meistdiskutierten Büchern aller Zeiten gehört, gelingt in seinem Debüt als Filmregisseur eine aufwühlende und erschütternde Kinoerfahrung, die den Spuren der Gewalt folgt und ihren doppelten Boden erbeben lässt.


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