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Pässe für Kriminelle Biometrischer Datenhandel im Dark Web

Der Fingerabdruck, die Iris oder die eigene Stimme - auch der Staat nutzt diese sogenannten biometrischen Daten, um Pässe und Personalausweise noch besser zu schützen. Doch Cyberkriminelle haben die Datenbanken längst im Visier ...

Von: Sabina Wolf

Stand: 26.11.2018

Sicherheitslücken bei biometrischen Daten | Bild: BR

Die individuellen, unverwechselbaren, einzigartigen Merkmale eines jeden Menschen sind der Fokus, wenn es um die Identifizierung geht. Geschäfte im Netz und Grenzen sollen so sicherer werden. Mit diesem Versprechen verdient die IT-Industrie Millionen. Aber auch der Staat vertraut darauf, dass durch diese sogenannten biometrische Daten Pässe und Personalausweise noch besser geschützt sind.

Datenbanken im Visier

Doch Cyberkriminelle haben die Datenbanken, die biometrische Daten speichern, schon längst im Visier. Sie dringen bei staatlichen Stellen oder in IT-Systeme der privaten Wirtschaft ein und verschaffen sich so Zugriff auf die hochsensiblen Daten. Es gibt bereits erste Fälle, bei denen Kriminelle und Terroristen biometrische Daten missbrauchen. Und es werden inzwischen Reisedokumente mit biometrischen Daten im Dark Web angeboten.

Diebstahl - eine persönliche Katastrophe

Für die Opfer eines solchen persönlichsten Datendiebstahls ist das eine Katastrophe. Wie sollen sie nachweisen, dass sie eine kriminelle Tat nicht begangen haben? Dass ihr Fingerabdruck nicht ihr Fingerabdruck ist? Und: Ein gestohlener Fingerabdruck oder das geklonte Gesicht lassen sich nicht ersetzen. Das bedeutet, die Opfer haben im schlimmsten Fall für den Rest ihres Lebens ein Problem.

Wer trägt die Verantwortung

Filmautorin Sabina Wolf

Sind es nur Sicherheitslücken oder ist es unmöglich, die Daten verlässlich zu schützen? Wer trägt die Verantwortung? Filmautorin Sabina Wolf zeigt in ihrer Dokumentation, wo Staat und Wirtschaft an den falschen Stellen sparen, konfrontiert die Verantwortlichen und spricht mit Opfern. Denn noch ist es nicht zu spät, Menschen vor dem Diebstahl ihrer Identität zu schützen.


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