BR Fernsehen - Dahoam is Dahoam


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Interview Sophie Reiml Simon Brandls Schwester Sarah bei "Dahoam is Dahoam"

Sophie Reiml hat sich mit ihrer Hauptrolle als Sarah Brandl in der Kultserie "Dahoam is Dahoam" einen Traum erfüllt. Im Interview spricht das Nachwuchstalent exklusiv über das Casting, die Rolle der Sarah und Sophies berufliche und private Ziele.

Stand: 31.10.2018

Sarah gewinnt auch ihren Onkel Gerstl schnell für sich. Von links: Michael Gerstl (Gerd Lohmeyer), Sarah Brandl (Sophie Reiml) und Pfarrer Simon Brandl (Ferdinand Schmidt-Modrow). | Bild: BR/Marco Orlando Pichler

Welche privaten Ziele hast du, was ist dir wichtig?

Grundsätzlich schaue ich erstmal nicht zu weit voraus. Die Schauspielerei ist mich sehr wichtig, aber ebenso meine Wurzeln und meine Heimat. Heimat ist Familie und diese steht über allem. Ich habe eine sehr enge Bindung zu meinen Eltern, ich wohne heute noch bei meinem lieben Vater. Eine besonders enge Bindung habe zu meiner Oma. Sie hat ihr Leben lang auf dem Hof meines Onkels gelebt und gearbeitet, der leider viel zu früh verstorben ist. Hier bin ich mit Tieren aller Art aufgewachsen, habe sie gefüttert, sie betreut und mit ihnen gespielt. Tiere, besonders Hunde sind ein ganz wichtiger Mittelpunkt für mich, es ist undenkbar für mich, ohne Tiere zu leben.

Natürlich sind für mich Freunde auch sehr wichtig, ich habe einen kleinen, aber sehr engen Freundeskreis. Dieser Kreis ist etwas Besonderes, wir sind sehr eingeschworen und haben eine tiefe Bindung. Toleranz, Vertrauen und Bodenständigkeit sind für uns von größter Bedeutung.

Und wie sieht es mit der Liebe aus?

Ich bin seit drei Jahren in einer festen Beziehung. Wir haben in dieser Zeit eine Fernbeziehung zwischen Wien und Bad Aibling geführt, was ja immer im Leben ein Prüfstein ist. Diese Zeit der Trennung liegt hinter uns und nun haben wir endlich mal wieder mehr Zeit für uns. Die Basis dafür war großes Vertrauen und viel Bereitschaft, auch mal andere Prioritäten zu setzen.

Warum ist "Dahoam is Dahoam" dein Traumengagement ?

Nach meinem Studium in Wien und erfolgreichen Abschluss zur Diplom-Schauspielerin wollte ich unbedingt zurück in die Heimat nach Bayern. Ich liebe meine Heimat in Bad Aibling und ganz besonders unsere Mundart. Ich wollte unbedingt eine Rolle mit bayerischem Dialekt. Ein Traum ist wahr geworden, "Dahoam is Dahoam" ist für mich wie geschaffen, ich bin sehr stolz, nun in dieser Kultserie mitzuwirken.

Welchen Stellenwert hat dein Schauspielstudium für dich?

Die Lerninhalte sind sehr vielschichtig, Sprechunterricht, Rollen- und Körperunterricht, Gesang-, Theater- und Kostümkunde waren sehr wichtig, es ist eben, wie in jedem anderen Beruf auch, nicht nur eine Frage des Talents. Die Zeit in Wien war aber privat eine wichtige Erfahrung, weg von Zuhause, auf sich selbst gestellt zu sein.

Du hast dich im Casting gegen viele Bewerber durchgesetzt, wie hast du das gemeistert?

Es war schon ein sehr glücklicher Zufall. Eigentlich hatte ich die Bewerbungsfrist für dieses Casting verpasst und meine Hoffnung schon aufgegeben. Es gibt halt Zufälle, die keine Zufälle sind. Es gab einen zufälligen Kontakt zwischen meinem Sprachdozenten und dem Casting-Team, so konnte ich trotz abgelaufener Frist noch meinen Hut in den Ring werfen. Der Rest ist dann Geschichte: Ich wurde zum Casting geladen und war sofort in meinem Element. Ich konnte mir sehr treu bleiben und die geforderten Szenen sehr überzeugend spielen. Der Rest ist dann Glück, bei all den tollen Bewerbern.

Was ist dein Lebensmotto ?

Für mich sind Ziele wichtig, aber oft ist der Weg das Ziel!


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