BR Fernsehen - Dahoam is Dahoam


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"Dahoam is Dahoam"-Interview mit Christine "Moni" Reimer "Moni liebt Benedikt!"

Seit mehr als zwölf Jahren begeistert Christine Reimer als Moni Vogl die "Dahoam is Dahoam"-Zuschauer. Nun kriselt es auf dem Voglhof. Die Ehe mit Benedikt Stadlbauer zeigt Risse, das Vertrauen ist erschüttert. Wie geht Moni mit dieser schwierigen Situation um und wie steht sie zu Benedikt?

Stand: 20.11.2019

Dahaom is Dahoam: Monika Vogl, gespielt von Christine Reimer. | Bild: BR/Nadya Jakobs

Wenn man die "Dahoam is Dahoam"-Geschichte um den Schattenhofer-Unfall auf das wirkliche Leben projiziert, welchen Stellenwert hat dieser Vorfall für dich?

Es ist auf jeden Fall eine tragische Geschichte, auch wenn in unserem Fall das fahrlässige Handeln Stadlbauers nicht vorsätzlich war und das Ergebnis einer Verkettung von Umständen, in die, wie ich meine, jeder hätte hineingeraten können.

Schattenhofer ist bleibend geschädigt und hätte im schlimmsten Fall tot sein können. In einer Dorfgemeinschaft, wo jeder jeden kennt, wiegt so ein Vorfall noch schwerer, als in einer anonymen Großstadt.

In Lansing führte die Tat zu einer Ausgrenzung von Moni und Benedikt im Dorf. In der Realität ist das nachvollziehbar, denn gerade in einer ländlichen Gemeinde bliebe so eine Fahrlässigkeit auf ewig unvergessen und würde den Ruin für den Hof bedeuten.

Liebt die Moni den Stadlbauer noch?

Moni liebt Benedikt. Sie kann nur im Moment seine Nähe schwer ertragen, da der Schock wegen Benedikts Tat noch zu tief sitzt. Ohnehin schon angeschlagen, ist sie mit der Situation total überfordert, da die Tragweite dieses Unfalls noch nicht absehbar ist.

Einerseits möchte sie Benedikt unterstützen, so gut sie kann, ist aber innerlich noch nicht wirklich bereit dazu. Sie braucht einfach etwas Abstand und Zeit, um damit klarzukommen.

Wie haben die "Dahoam is Dahoam"-Zuschauer auf diesen Vorfall reagiert?

Natürlich waren unsere Zuschauer von dieser Geschichte erst einmal nicht begeistert, da sie solche Dramen in Lansing eigentlich gar nicht sehen wollen. Noch dazu bei den ihnen lieb gewonnenen Figuren, die sie plötzlich gar nicht wiedererkennen.

Der Sympathiepegel schlug in unterschiedliche Richtungen, aber am meisten hat man Moni übelgenommen, dass sie ihren Mann am Hochzeitstag alleingelassen hat (wenn auch nur, um sicherzugehen, dass Schattenhofer sich nichts angetan hat). Das wog sogar schwerer für die meisten Zuschauer, als Benedikts Tat.

Besonders polarisierte Monis Aussage "Hätte ich dich bloß nicht geheiratet", was natürlich nicht so gemeint war, sondern Moni schon leidtat, als sie es in ihrer totalen Verzweiflung aussprach. Unsere Zuschauer haben ein sehr sensibles Gespür und standen Benedikt zur Seite. Schließlich hatte Benedikts Wunsch nach einer Trennung nur einen selbstlosen Grund, nämlich Moni zu schützen.

Welche Auswirkung hat dieser Vorfall nun auf die Beziehung von Moni und Benedikt, wie geht es weiter?

Das bleibt vorerst noch offen. Obwohl beiden der Abstand momentan gut tut, war Trennung für Moni nie eine Option, umso mehr, da die Existenz vom Voglhof vor einer schweren Bewährungsprobe steht. Es wird sich zeigen, wie sie diese Krise zusammen bewältigen. Die Liebe zwischen Moni und Benedikt ist stark, es bleibt also in den nächsten Wochen weiterhin spannend um den Voglhof.

Was hat dich persönlich an dieser Geschichte gereizt?

Dies ist eine sehr komplexe Geschichte. Eine Verkettung von Geschehnissen, ein Strudel in den jeder Einzelne jederzeit hineingeraten kann. Genau das war das Reizvolle für mich daran. Und schließlich eine Herausforderung, meine Figur schauspielerisch einmal von einer ganz anderen Seite zu zeigen.


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