BR Fernsehen - Dahoam is Dahoam


9

Interview mit Hans-Jürgen Bäumler Die Eislauf-Legende zu Gast bei "Dahoam is Dahoam"

Der ehemalige Sportstar Hans-Jürgen Bäumler (76 Jahre) exklusiv über seinen Heimatort Dachau und die Gastrolle bei "Dahoam is Dahoam".

Stand: 09.03.2018

Dahoam is Dahoam: Von links: Ursula Erber (Theresa Brunner), Hans-Jürgen Bäumler (Schorsch) und Monika John (Traudl). | Bild: BR/Marco Orlando Pichler

Wie haben Ihnen die Dreharbeiten am Set gefallen?

Ich habe mich sehr gefreut eine Anfrage für die Kultserie "Dahoam is Dahoam" bekommen zu haben. Der Dreh war unglaublich lustig. Ich konnte mal wieder ein bisschen bayerisch sprechen. Damals in der Schauspielschule wurde es einem ja leider abgewöhnt. Toll fand ich auch, dass ich Frau John (Rolle: Traudl) nach all den Jahren mal wieder getroffen habe und mit ihr drehen durfte. Monika John kenne ich schon lange, damals habe ich einiges mit ihr gedreht - wie beispielsweise "Hurra, unsere Eltern sind nicht da". Das war ein sehr, sehr schönes Wiedersehen.

Was war Ihr Beweggrund, die Rolle bei "Dahoam is Dahoam" anzunehmen?

Aus reiner Freude. Aktuell lebe ich in Südfrankreich, das ist natürlich auch ein weiter Weg. Dachau ist allerdings mein Geburtsort und mit einem Fuß bin ich auch da noch "dahoam". Immer wenn ich hier bin, bestelle ich mir auch erst einmal ein Helles und dann Schweinshaxn mit Kraut. Am nächsten Tag, oder auch noch am selben, gibt es dann Leberkas. Das ist mein Ritual - und das wird auch so bleiben, das gehört einfach dazu.

Sind Sie auch privat "Stammgucker"?

Ich schaue schon gerne rein. Denn auch in Südfrankreich können wir glücklicherweise das BR Fernsehen empfangen. Ich kenne viele "Dahoam is Dahoam"-Schauspieler und verfolge gerne die entsprechenden Figuren. Gerade, weil ich die Personen kenne, möchte ich natürlich auch sehen, was diese so treiben.

Sie spielen den Charmeur Schorsch, konnten Sie sich mit der Figur identifizieren?

Die Rolle war lustig und hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich hatte zwei schöne Frauen an meiner Seite. Mit der Figur konnte ich mich allerdings nicht identifizieren, aber das ist auch gut, weil sich selbst spielen ist ja auch langweilig.

Wie geht es jetzt für Sie weiter?

Ich habe jahrelang mit sehr großer Freude Theater gespielt und nun möchte ich meinen Ruhestand, zusammen mit meiner Familie, genießen. Die Filmanfragen, welche ich hin- und wieder noch bekomme, lehne ich allerdings meist nicht ab, dafür macht es mir noch zu viel Spaß.
Jetzt werde ich erst einmal zurück nach Südfrankreich geflogen. Alleine fliegen habe ich nämlich nie gelernt ...


9