BR Fernsehen - Dahoam is Dahoam


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"Dahoam is Dahoam"-Pfarrer Simon Brandl gestorben Bayerischer Rundfunk trauert um Ferdinand Schmidt-Modrow

Der bayerische Schauspieler Ferdinand Schmidt-Modrow ist tot. Wie die Familie dem Bayerischen Rundfunk am Freitag bestätigte, starb er im Alter von 34 Jahren. Ferdinand Schmidt-Modrow war als Film- und Theaterschauspieler erfolgreich und fester Teil des Ensembles der BR-Serie "Dahoam is Dahoam".

Stand: 16.01.2020

Ferdinand Schmidt-Modrow spielte seit 2017 im fiktiven Ort Lansing den unkonventionellen Dorfpfarrer Simon Brandl, der in einer bunten WG mit seiner jüngeren Schwester Sarah (Sophie Reiml) und seinem Freund Flori Brunner (Tommy Schwimmer) wohnt. Markenzeichen des besonderen und beliebten Dorfpfarrers: seine roten Turnschuhe.

Bettina Ricklefs, BR-Programmbereichsleiterin Spiel-Film-Serie:

"Ich bin tief berührt und erschüttert von Ferdinand Schmidt-Modrows Tod. Er war ein unglaubliches Ausnahmetalent und ein bayerischer Schauspieler, wie man ihn sich nur wünschen kann: ein wunderbarer Komödiant, aber auch im dramatischen Fach zu Hause. Mit seinem Facettenreichtum, seiner Sensibilität und seiner Energie hat er sich seine Rollen erobert und war auch menschlich ein Geschenk. Wir werden ihn in der großen Familie des Bayerischen Rundfunks furchtbar vermissen.“

Daniela Boehm, Redakteurin "Dahoam is Dahoam":

"Die Nachricht macht uns fassungslos und tief traurig. Mit seiner freundlichen, herzlichen Art war Ferdinand Schmidt-Modrow bei allen am Set sehr beliebt und stets ein Garant für positive Energie und gute Laune. In seiner Rolle als Pfarrer Simon Brandl hat er 'Dahoam is Dahoam' eine unverwechselbare Note gegeben. Wir werden Ferdinand niemals vergessen und ihn in unseren Herzen behalten. In Gedanken sind wir bei seiner Familie und wünschen allen Hinterbliebenen viel Kraft und Zusammenhalt."

Ferdinand Schmidt-Modrow kam am 30. April 1985 in Aichach zur Welt. Er absolvierte die Neue Münchner Schauspielschule und stand in der Folge in mehreren preigekrönten Produktionen des Bayerischen Rundfunks vor der Kamera, so in der Serie "Servus Baby" und dem Fernsehfilm "Meister des Todes". Außerdem spielte er für den BR unter anderem in den Fernsehfilmen "Beste Gegend", "Beste Zeit" und "Beste Chance" von Marcus H. Rosenmüller, in der Serie "Akte Lansing" sowie in den Fernsehfilmen "Der blinde Fleck" und "Falsche Siebziger".

Auch seine Erfahrung als Theaterdarsteller konnte er in mehreren "Komödienstadel"-Produktionen im BR Fernsehen unter Beweis stellen, zuletzt in der im Oktober 2019 ausgestrahlten Produktion "Ein Bayer in der Unterwelt".  Schon früh wurde sein schauspielerisches Talent wahrgenommen: Bereits 2007 wurde er für die Rolle des "Rocky" im Rosenmüller-Film "Beste Zeit" für den Förderpreis Deutscher Film in der Kategorie Bester Nachwuchsschauspieler nominiert.

Wie die Familie dem Bayerischen Rundfunk bestätigt hat, ist Ferdinand-Schmidt-Modrow am 15. Januar völlig unerwartet verstorben. Hintergrund ist eine nicht erkannte Vorerkrankung. Mit dem Tod Ferdinand Schmidt-Modrows verliert der Bayerische Rundfunk einen begabten Künstler, das Filmdorf Lansing einen seiner wichtigsten Charaktere.


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