BR Fernsehen - Dahoam is Dahoam


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Dahoam is Dahoam: Interview mit "Pauli"-Darsteller Dennis Hofmuth "Ich ess' lieber Schweinebraten!"

Lausbub Pauli hat es faustdick hinter den Ohren. Aber wenn er grinst kann ihm kein Lansinger lange böse sein. Dieses Grinsen gehört dem elfjährigen Dennis Hofmuth, der hier auf die Fragen antwortet, die ihm viele "Dahoam is Dahoam"-Fans schon immer mal stellen wollten.

Stand: 12.07.2016

Bei seinem aktuellsten Streich hat Dein Pauli den Gemeindedrucker "verhext". Bist Du bei Computersachen auch so bewandert?

Ich kenn mich mit Handys und der Playstation gut aus, für den Drucker interessiere ich mich nicht so. Um den kümmert sich die Mama. Die kennt sich technisch ganz gut von selber aus. Nur nicht bei der Playstation.

Du spielst den Pauli jetzt schon drei Jahre. Macht Dir das denn überhaupt noch Spaß?

Riesenspaß sogar.

Obwohl Du Deinen Text auswendig lernen musst?

Das ist ganz leicht, das mach ich mit links.

Der Pauli ist ja ein richtiger Lausbub. Verrätst Du uns, wie der Dennis ist?

Also der Dennis ist eigentlich ein ganz anderer. Der Pauli ist ja eher frech und isst viel Süßes. Der Dennis, der ist eher nicht so frech und isst lieber Schweinebraten. Meine kleine Schwester Sophie ist schon eher so wie der Pauli.

Bist Du dann der große Bruder, der ihr sagt, wo's langgeht?

Nein. Ich versuch halt, sie aus meinem Zimmer herauszuhalten, wenn sie gerade nervig ist. Oder wenn ich das nicht schaffe, setz ich mich aufs Rad und fahr zu einem Freund.

Du gehst seit einem Jahr auf die Realschule in Fürstenfeldbruck. Hast Du schon eine Vorstellung, was Du später mal werden möchtest?

Oh ja. Schauspieler oder Fußballer oder beides. Früher wollte ich nur Fußballer werden. Aber einfach mal jemand anderer zu sein, als man selber, das macht schon auch sehr viel Spaß. Vor allem, wenn man jemanden spielen darf, der so viel frecher ist als man selber.

Und wo arbeitest Du an Deiner Fußballerkarriere?

Beim SC Schöngeising als Torwart. Wir trainieren zweimal in der Woche und am Wochenende haben wir ein oder zwei Spiele.

Hast Du ein großes Vorbild?

Oh ja, den Vitus Eichinger von 1860 München.

Nicht Manuel Neuer vom FC Bayern?

Nein. Mein Herz schlägt für die Sechz'ger.

Obwohl die so viel weniger erfolgreich sind und nicht in der ersten Liga spielen?

Ja, Ich finde die Sechz'ger-Spiele viel spannender. Bei den Bayern weiß man eh, dass die gewinnen. Bei den Sechzigern ist es spannend bis zur letzten Minute.

Bist Du denn gar nicht traurig, wenn die Löwen verlieren?

Doch, schon ein bisschen. Aber das kann ja bei jedem Verein passieren, sogar bei den Bayern. Solange wir nicht absteigen in die dritte Liga ist alles gut.

Du stehst treu zu Deinem Verein und gehst auch zu den Spielen?

Ja, letztes Jahr hatte ich eine Jahreskarte und hab' bei den Heimspielen immer in der ersten Reihe gesessen. Ich würde gerne einen der Spieler mal persönlich kennen lernen.

Du bist ja durch Deine Rolle als Pauli selber schon ein halber Promi. Stört das jemanden bei Dir in der Realschule oder im Fußballverein?

Nein, meine Freunde finden das eigentlich ganz cool. Die sind auch nicht neidisch oder so. Eher würden sie das selber auch mal gerne machen.

Wie läuft das, wenn Du drehst? Kommst Du allein ans Set?

Nein, die Mama bringt mich. Durch sie bin ich überhaupt zu meiner Rolle gekommen, weil sie als Komparsin in Lansing mitgespielt hat. Die Mama spielt in der Serie auch meine Mutter. Das finde ich sehr schön.

Du drehst nicht nur in den Ferien, sondern auch während der Schulzeit, dann natürlich am Nachmittag. Wie machst Du das dann mit den Hausaufgaben?

Wie das Textlernen auch: Mit links.


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