BR Fernsehen - Bergauf-Bergab


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Skitouren im Safiental Auf Strätscher- oder Bärenhorn

Im Safiental lässt das weitläufige Gelände bei guten Bedingungen zahllose Varianten zu. Die klassischen Ziele sind das Strätscherhorn oder der Tomülgrat. Das höchste Ziel ist allerdings das Bärenhorn.

Stand: 10.03.2017 | Archiv

Auch für geübte Bergfahrer ist schon die Zufahrt aus dem Vorderrheintal ein durchaus beachtliches Erlebnis und passagenweise weckt der mürbe Fels, durch den sich diese Piste schlängelt, Zweifel an der Stabilität. Dann geht es weiter bis zum Ende dieses Sträßchens im Safiental am Turrahus, ganz am Talschluss in Thalkirch, wo auch das Postauto, der Schweizer Linienbus also, ankommt.

Das Turrahus ist zugleich traditionelle und atmosphärische Einkehr mit guter Küche, auf die man sich schon beim Start freuen kann. Der ganze wannenförmige Talschluss ist von hier aus erreichbar und zugleich ideales Skigelände. Bei höherer Lawinengefahr sind nur kleinere steilere Abhänge zu beachten, die in das ingesamt wellige Gelände eingelagert sind. Aber: es hat hier schon ernste Lawinenunfälle gegeben.

Zahlreiche Aufstiegsvarianten

Bei guter Wahl lässt sich die Spur ziemlich geschickt durchs Gelände schlängeln. Hält man sich direkt westlich, dann sind das Strätscherhorn oder der Tomülgrat die klassischen Ziele. 850 Höhenmeter sind es auf das Strätscherhorn, das entgegen seiner im Safiental unscheinbaren Höhe einen erstklassigen Aussichtspunkt mitten im Gipfelrund bietet. Direkt in Reichweite liegt der 200 Meter höhere Tomülgrat und ganz am Ende, wo die Seitenkämme des Safientals zusammenlaufen, das Bärenhorn, das mit 2.929 Meter gleichzeitig einer der höchsten Skitourenberge im Gebiet ist.

Zwischen 2,5 Stunden auf das Strätscherhorn und 4 Stunden auf das Bärenhorn sind als reine Aufstiegszeit einzuplanen. Das weitläufige Gelände lässt bei guten Bedingungen zahllose Varianten zu. Vom Gipfel des Bärenhorns zieht das Tal der Rabiusa, des Bergbachs im Safiental in weitem Bogen wieder hinunter zum Turrahus.


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