BR Fernsehen - Bayerischer Kabarettpreis


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Bayerischer Kabarettpreis 2019 Senkrechtstarter-Preis: Christine Eixenberger

Stand: 16.09.2019 | Archiv

Jung, strahlend, frech – und dabei sehr bayerisch. Von Christine Eixenbergers gutem Aussehen sollte man sich nicht täuschen lassen und meinen, bei ihr gehe es um Oberflächlichkeiten. In drei Solo-Programmen hat die studierte Grundschullehrerin schon bewiesen, dass sie ebenso hemmungs- wie schonungslos austeilen und bürgerliche Befindlichkeiten aufdecken kann.

Mit großer Bühnenpräsenz, authentischer Mimik und ganzem Körpereinsatz reißt sie ihr Publikum mit. Leidenschaftlich, eloquent und temperamentvoll fegt die Schlierseerin über die Bühne, um im entscheidenden Moment die Zuschauerinnen und Zuschauer in der Art einer strengen Grundschulrektorin zum Luftanhalten zu zwingen. Wenn sie dann an Kabarettbesucher Fleißbildchen verteilt, atmen alle wieder erleichtert aus. Mit präzisen Strichen zeichnet sie in den unterschiedlichsten Rollen ein kritisches Bild unserer Gesellschaft zwischen Helikoptereltern, Achtsamkeitsgetue und Selbstoptimierungswahn, in der selbstverständliche Mitmenschlichkeit viel zu häufig auf der Strecke bleibt. Christine Eixenbergers Kabarett wirkt wie ein Energieschub: Es kommt freundlich, frisch und gutgelaunt daher – und belebt Herz und Hirn dadurch umso länger.

"Der Senkrechtstarter. Ein dreidimensionaler Fleißsticker quasi. Für die Grundschullehrerin in mir kommt das einer Verbeamtung gleich. Pure Freude, danke!"

Christine Eixenberger

Laudator Wolfgang Krebs

Der Kabarettist und Schauspieler moderierte 31 Folgen lang mit Christine Eixenberger „Habe die Ehre“ im BR Fernsehen und natürlich ist es ihm ebenso eine Ehre, die junge Kollegin für den Senkrechtstarterpreis zu laudatieren. Ob der begnadete Politiker-Imitator als er selbst auftritt oder doch in die Rolle eines von ihm häufig parodierten Politikers – wie Stoiber, Seehofer, Aiwanger oder Söder - schlüpft? Es bleibt spannend.


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