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Winterfreuden Eine kleine Geschichte des Schneeschuhwanderns

Einfach im Winter die Natur genießen - abseits der Pisten und des Wintersportrummels. Schneeschuhwandern ist in, modern und liegt im Trend. Dabei hat das Schneeschuhwandern eine lange, lange Tradition.

Stand: 12.12.2018

Schneeschuhwanderer im Bayerischen Wald | Bild: picture-alliance/dpa

Unberührte Schneelandschaften, lockerer Pulverschnee, ungestörte Ruhe und idyllische Einsamkeit – Schneeschuhwandern verspricht ein besonderes Naturerlebnis im Winter. Nicht umsonst ist in den vergangenen Jahren ein regelrechter Trend daraus geworden.

Dabei reichen die Wurzeln weit in die menschliche Kulturgeschichte zurück. Bereits vor 10.000 Jahren wendeten Jäger und Sammler in schneereichen Gebieten der Erde die Technik an, mit verschiedenen Hilfsmitteln die Trittfläche der Füße zu vergrößern, um so bei Schnee ein Einsinken zu verhindern und ein schnelleres Fortkommen zu ermöglichen. Das konnte sowohl bei der Jagd wie auf der Flucht wichtig sein. Von Fell- und Lederkonstruktionen über Holzflechtwerke bis hin zur Verwendung von Holzscheiben reicht die Bandbreite frühzeitlicher und ursprünglicher Schneeschuhe.

Schneeschuhe wurden in der Mongolei wie in Nordamerika, in der Arktis wie in den Alpen verwendet. Das bekannteste historische Modell dabei ist sicher der Schneeschuh mit Holzrahmen, wie er von den nordamerikanischen Indianern erfunden wurde.

In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts stieg die kommerzielle Nachfrage nach Schneeschuhen an. Seitdem werden Modelle aus Aluminium und seit den 80er Jahren aus Kunststoff gefertigt. Allen Schneeschuhen ist gemein, dass sie an das normale Winterschuhwerk angeschnallt werden. Einfach befestigen - und los geht’s ins Schneevergnügen!


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