BR Fernsehen - Abendschau


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Nichtrauchen lernen Neue Verhaltensweisen angewöhnen

Die körperliche Sucht zu überwinden ist beim Rauchenaufhören eigentlich nicht das größte Problem, bei der Psyche wird's spannend! Ein paar Tricks und "Ersatzhandlungen" können Ihnen helfen, das Verlangen nach einer Zigarette zu überspielen.

Stand: 30.01.2019

Nichtraucher/Raucher-Schild | Bild: pa / R. Goldmann

Für das rauchfreie Leben sollten Sie sich überlegen: Was werde ich tun in Situationen, wo ich normalerweise rauche oder geraucht habe? Vermutlich gibt es Situationen, in denen Sie bisher nicht rauchen durften oder wollten. Was haben Sie da getan? Dieses Verhalten kann Ihnen auch im rauchfreien Leben gut helfen.

Für kritische Situationen sollten Sie planen, was genau Sie tun werden. Welche Alternativen fallen Ihnen ein? Entscheiden Sie sich für ein neues Verhalten, das Sie ausprobieren wollen. Ihr neues Verhalten sollen Sie rasch, und ohne lange nachzudenken, einsetzen können.

Sie müssen sich als Nichtraucher in vielen Situationen, an vielen Orten und in unterschiedlichen Stimmungen anders verhalten als bisher. Die Veränderungen in den einzelnen Situationen können klein sein. Sie müssen die Welt nicht neu erfinden, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören. Es sind oft nur Kleinigkeiten, die Ihnen helfen, die Situationen gut zu überstehen.

Andere Beschäftigungen wählen

Für den Mund

- An Salzstangen lutschen

- Gemüse (Möhren, Sellerie) knabbern

- Auf Zahnstocher kauen

- Kaugummis kauen

- Wasser, verdünnte Obstsäfte oder Kräutertee trinken

- Bonbons mit verschiedenem Geschmack lutschen

- Etwas kauen, was eine starke Reaktion auslöst (Gewürznelke, Ingwer)

- Etwas schmecken, was die Zunge reizt (Vitamin-C-Pulver, Chili-Pulver)

- Zähne putzen - Obst essen

- Traubenzucker lutschen

- Durch einen Strohhalm oder ein gerolltes Papier Luft inhalieren

Für die Nase

- Das Lieblingsparfüm riechen

- An einem Riechfläschchen mit Ammoniak riechen

- An Gegenständen in der Umgebung schnuppern

- An einem Glas mit alten Kippen riechen

- Bewusst die Gerüche in der Umwelt wahrnehmen

Für die Hände

- Mit Kugelschreiber spielen

- Mit Stift kritzeln, Männchen malen

- Papier rollen

- Mit Ring spielen

- Mit Handschmeichler spielen

- Mit Daumen und Zeigefinger andere Hand massieren

- Kugeln in einer Hand drehen

- Mit Mittel- und Ringfinger auf verschiedene Stellen am Kopf und Körper klopfen

- Handarbeiten, basteln

Für die Ohren

- Interessante Hörbücher hören

- Bewusst Radio hören

- (laute) Musik hören

- laute, knallende, pfeifende Geräusche machen

- Styropor aneinanderreiben und auf die Geräusche achten

- Bewusst die Geräusche in der Umgebung wahrnehmen

Für die Augen

- In der Umgebung jeweils 5 Dinge suchen, die die gleiche Farbe/Form/Größe/Gewicht haben

- Die Augen rhythmisch von rechts nach links bewegen

- Abwechselnd einen Gegenstand in der Nähe und einen in der Ferne fixieren

Für das Gehirn

- Rätsel lösen

- Puzzeln

- Handyspiele spielen

- Im Internet etwas suchen

- Mit anderen Menschen reden

- Jeweils 5 Städte/Vornamen/Flüsse, etc. mit gleichen Anfangsbuchstaben aufzählen

- Von der Zahl 103 um jeweils 3 (oder 7 oder 9) Zahlen rückwärts zählen

- Nichtraucher-App betätigen

Für den Körper

- Sport treiben

- Gymnastik machen

- Yogaübungen ausführen

- Entspannungsübungen machen

- Spazieren gehen

- Duschen

- Sich massieren (lassen)

- Ein Entspannungsbad nehmen

- In die Sauna gehen

- Pfefferminzöl auf die Stirn reiben

- Mit einem Igelball die Haut reizen

- Eiswürfel über die Haut reiben

- Ein Gummiband am Handgelenk schnipsen

(Quelle: IFT Gesundheitsförderung Gesellschaft mbH München)


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