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Abenteuer Wildnis Ostseeparadies Rügen

Das milde Hinterland Rügens verwandelt sich im Frühsommer stellenweise in einen roten Teppich. | Bild: BR/MB Naturfilm/NDR/Dirk Blumenberg/Telse Meyer

Freitag, 30.07.2021
14:45 bis 15:30 Uhr

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Deutschland 2005

Die Ostseeinsel Rügen ist ein Ort, der seit Jahrhunderten Maler und Schriftsteller inspiriert hat: Die markanten Kreidefelsen mit ihren schroffen Zacken wurden durch Caspar David Friedrich weltberühmt. Dichte Buchenwälder, durch die das Blau des Meeres schimmert, zeichnen den Nationalpark Jasmund aus. Die Feuersteinfelder im Nordosten schließlich bieten einen bizarren und kargen Anblick mit einer ganz eigenen Tier- und Pflanzenwelt. Rügen ist Rastplatz für Zehntausende von Kranichen, Lebensraum für Damhirsche, Dachse, Marderhunde und den seltenen Seeadler.
Rügens Geschichte ist eine Geschichte des Wandels: Gigantische Gletscher formten vor mehr als 10.000 Jahren in der letzten Eiszeit die Insel. Mit der Ankunft des Menschen verwandelte sich die Landschaft. Die Siedler holzten Wälder ab, legten Felder und Wiesen an und brachten neue Tiere mit.
Der Seebäder-Tourismus brachte die größte Veränderung für die Natur Rügens. Jeden Sommer wälzen sich jetzt lange Blechlawinen durch die engen Alleen auf dem Weg zu den kilometerlangen Sandstränden. Wer hingegen noch ein Stückchen ursprüngliches Rügen sehen will, muss auf die kleine Insel Vilm fahren – einst abgeschottetes Feriendomizil der ehemaligen DDR-Elite, kann man hier einen der letzten Urwälder Deutschlands bestaunen.

Autor: Dirk Blumenberg, Telse Meyer
Redaktion: Sarah Vogl

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